Dachsanierung Förderung: Kredite und Zuschüsse von KFW und BAFA

    Eine Dachsanierung kann eine erhebliche Investition darstellen, aber sie ist oft notwendig, um die Energieeffizienz und den Wert Ihrer Immobilie zu erhalten oder zu steigern. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, die Ihnen helfen können, die Kosten zu senken. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderoptionen und gibt praktische Tipps, wie Sie diese in Anspruch nehmen können.

    Warum eine Dachsanierung?

    Bevor wir uns den Fördermöglichkeiten zuwenden, lassen Sie uns kurz die Vorteile einer Dachsanierung betrachten:

    1. Energieeffizienz: Ein gut gedämmtes Dach kann den Energieverbrauch erheblich reduzieren und somit Heizkosten sparen.
    2. Wertsteigerung: Eine modernisierte Dachkonstruktion kann den Marktwert Ihrer Immobilie erhöhen.
    3. Nachhaltigkeit: Durch den Einsatz moderner Materialien und Techniken können Sie den ökologischen Fußabdruck Ihres Hauses reduzieren.

    Fördermöglichkeiten für Dachsanierungen

    Es gibt verschiedene staatliche und private Programme, die Hausbesitzer bei der Finanzierung einer Dachsanierung unterstützen können. Zwei der bekanntesten Institutionen, die Fördermittel anbieten, sind die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

    KfW-Förderung

    Die KfW bietet zahlreiche Förderprogramme für energetische Sanierungsmaßnahmen an. Diese Programme ändern sich jährlich, daher ist es wichtig, sich immer über die aktuellen Bedingungen und Anforderungen zu informieren. Typische Fördermöglichkeiten umfassen:

    • Zuschüsse: Einmalige finanzielle Unterstützung für bestimmte Sanierungsmaßnahmen.
    • Kredite: Zinsgünstige Darlehen für umfangreiche Sanierungsprojekte.

    Die KfW-Förderung kann für Maßnahmen wie Dämmung, den Austausch von Dachfenstern oder die Installation von Solaranlagen genutzt werden.

    BAFA-Förderung

    Das BAFA bietet ebenfalls Förderungen für energetische Sanierungen an. Diese sind oft auf spezifische Maßnahmen wie den Einbau von Heizanlagen oder die Nutzung erneuerbarer Energien ausgerichtet. Auch hier ist es wichtig, die aktuellen Programme und Anforderungen zu überprüfen.

    Schritte zur Inanspruchnahme von Fördermitteln

    1. Informieren und Planen: Recherchieren Sie die aktuellen Fördermöglichkeiten der KfW und BAFA. Planen Sie Ihr Sanierungsprojekt sorgfältig, um sicherzustellen, dass es den Anforderungen der Förderprogramme entspricht.
    2. Energieberater hinzuziehen: Ein zertifizierter Energieberater kann Ihnen helfen, die besten Maßnahmen für Ihr Dach zu identifizieren und die entsprechenden Förderungen zu beantragen. Dies ist oft eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Fördermitteln.
    3. Antrag stellen: Stellen Sie Ihren Förderantrag vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen. Achten Sie darauf, alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise beizufügen.
    4. Maßnahmen durchführen: Nach der Bewilligung der Förderung können Sie mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen beginnen. Achten Sie darauf, dass alle Arbeiten fachgerecht und nach den Vorgaben der Förderstelle durchgeführt werden.
    5. Nachweise einreichen: Nach Abschluss der Arbeiten müssen Sie die Durchführung und die Einhaltung der Förderbedingungen nachweisen. Dies kann durch Rechnungen, Fotos und Bescheinigungen des ausführenden Unternehmens erfolgen.

    Weitere Fördermöglichkeiten

    Neben den KfW- und BAFA-Programmen gibt es weitere Fördermöglichkeiten auf regionaler und lokaler Ebene. Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Förderprogramme an, die zusätzliche finanzielle Unterstützung bieten können. Auch hier lohnt es sich, gründlich zu recherchieren und die verschiedenen Angebote zu vergleichen.

    Eine Übersicht dieser kommunalen Förderprogramme finden Sie in der Förderdatenbank.

    Steuerliche Vorteile

    Neben direkten Förderungen können Sie auch steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen. Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abgesetzt werden. Konsultieren Sie hierzu am besten einen Steuerberater, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

    Tipps zur erfolgreichen Dachsanierung

    1. Frühzeitig planen: Beginnen Sie rechtzeitig mit der Planung Ihrer Dachsanierung, um alle Fördermöglichkeiten voll auszuschöpfen.
    2. Professionelle Beratung: Nutzen Sie die Expertise von Fachleuten, um die besten Lösungen für Ihr Dach zu finden.
    3. Qualitätsmaterialien verwenden: Investieren Sie in hochwertige Materialien, um langfristige Vorteile zu sichern.
    4. Energieeffizienz im Blick: Setzen Sie auf Maßnahmen, die die Energieeffizienz Ihres Hauses nachhaltig verbessern.

    Fazit

    Eine Dachsanierung ist eine wichtige Maßnahme, um die Energieeffizienz und den Wert Ihrer Immobilie zu erhöhen. Durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln der KfW und des BAFA sowie weiterer regionaler Programme können Sie die Kosten erheblich senken. Informieren Sie sich gründlich, planen Sie sorgfältig und nutzen Sie die Unterstützung von Fachleuten, um Ihr Sanierungsprojekt erfolgreich umzusetzen.

    Weitere Informationen zu aktuellen Förderprogrammen und detaillierte Anleitungen finden Sie auf den Webseiten der KfW und des BAFA.

    Das richtige Material für die Dachsanierung – Darauf sollten Sie achten

    Wir zeigen Ihnen, was das richtige Material für Ihre Dachsanierung ist. Mit unserer Hilfe finden Sie einen Dachdecker oder Zimmerer, der Sie dabei unterstützt die optimale Entscheidung für Ihr neues Dach zu treffen.

    Bei der Dachsanierung können Sie mit der Wahl des richtigen Materials viel erreichen:

    •     Sie sorgen dafür, dass Ihr neues Dach lange hält.
    •     Sie sparen Energiekosten durch eine effiziente Dachdämmung.
    •     Sie schonen die Umwelt.
    •     Ihr neues Dach entspricht im Aussehen genau Ihren Vorstellungen.

    Der Einfluss der Dachform auf das Material

    Die Neigung des Daches bestimmt, welche Materialien Sie verwenden können. Manche Dacheindeckungen können nur ab einer bestimmten Dachneigung verlegt werden. Die unterste Grenze einer Dachneigung wird als Regeldachneigung bezeichnet:¹

    Dacheindeckung Regeldachneigung
    Metallplatten
    Schiefer 20°
    Flachdachziegel 22°
    Biberschwanzziegel 30°

    Das Deutsche Dachhandwerk stellt diese Regeldachneigungen auf. Sie sollen sicherstellen, dass Regenwasser ablaufen kann.

    Beim Flachdach sorgen Abdichtungsbahnen aus Bitumen oder Kunststoff für einen sicheren Schutz vor Regenwasser. Aufgrund des geringen Gefälles auf dem Dach fließt auf dem Flachdach das Wasser langsamer ab. Dadurch wird das Material stärker beansprucht als beim Steildach.

    Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer der Materialien

    Dachsteine sind deutlich günstiger als Schieferplatten. Dafür ist Schiefer aber deutlich langlebiger:

    Material Lebensdauer
    Dachsteine 40 Jahre
    Dachziegel 60 – 80 Jahre
    Metalldach 75 – 100 Jahre
    Schieferdach 100 Jahre

    Es gibt jedoch auch 100 Jahre alte Häuser, deren ursprüngliche Dachziegel oder Dachsteine noch immer intakt sind.

    Flachdächer haben mit 30 – 40 Jahren generell eine geringere Lebensdauer als Steildächer. Denn das Material wird hier, wie bereits erwähnt, stark durch Wettereinflüsse beansprucht.

    Neben der Wahl der Materialien können Sie durch die regelmäßige Wartung die Lebensdauer Ihres neuen Daches nach der Dachsanierung erhöhen. Erfahren Sie dazu mehr in unseren Ratgeberartikel „Wie lange hält ein Dach?“.

    Kosten sparen bei der Dachsanierung

    Material für Ihre Dachsanierung

    Dachsteine und Dachziegel sind günstiger als Metalldächer. Schiefer ist die teuerste Form der Dacheindeckung. Beim Flachdach gelten Kunststoffbahnen als teurer als Bitumenbahnen.

    Unabhängig von der Wahl des Baustoffes sollten Sie auf die Qualität achten. Wählen Sie bei der Dachsanierung qualitativ hochwertiges Material. Damit sorgen Sie dafür, dass Ihr Dach lange und zuverlässig dicht bleibt.

    Deshalb vertraut ein Dachdecker oder Zimmerer in der Regel auf die Produkte der führenden Hersteller in Deutschland:

    Übrigens: Bei der BMI Group mit den Marken Braas, Icopal, Vedag und Wolfin erhalten Sie die meisten Materialien für Ihr Dach in einem perfekt aufeinander abgestimmten Dachsystem. Die Dacheindeckung passt bestens zu der Dachdämmung und dem Dachzubehör.

    Die Vorteile eines Dachsystems:

    •     Der Dachdecker arbeitet schneller und Sie sparen so an den Arbeitskosten.
    •     Das Aussehen des Daches ist in sich perfekt abgestimmt.
    •     Die Funktion der einzelnen Dachprodukte ist gesichert.

    Material für die Dachdämmung

    Die Dachdämmung soll im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze schützen. Je weniger Wärme ein Dämmstoff weiterleitet, desto besser ist die Energieeffizienz. Und desto mehr Energiekosten sparen Sie.

    Aber weitere Eigenschaften sind ebenfalls wichtig bei der Wahl des Dämmstoffes für Ihre Dachsanierung:

    •     Wasserdampf entsteht im Bad und beim Kochen. Diese muss entweichen können. Daher muss der Dämmstoff diffusionsoffen sein, also Wasserdampf durchlassen.
    •     Auch der Brandschutz ist wichtig. Der Dämmstoff darf nur schwer oder nicht brennbar sein.
    •     Der Dämmstoff muss bei der Flachdachdämmung viel aushalten können. Nur bei einer druckfesten Dämmung können Sie eine Dachterrasse planen.

    Lassen Sie sich von einem Dachdecker oder Zimmerer beraten, welche Materialien am besten für Ihre Dachsanierung geeignet sind. Die führenden Hersteller für die Steildachdämmung sind BMI Braas (Resol-Hartschaum) und Isover (Mineralwolle).

    Für die Flachdachdämmung können Sie auf die Dämmstoffe der BMI Marken Icopal, Vedag und Wolfin zurückgreifen. Bekanntester Dämmstoff für das Flachdach ist Polystyrol (EPS), auch Styropor genannt. Eine Alternative ist Polyurethan (PUR/PIR).

    Mehr über die verschiedenen Dämmstoffe erfahren Sie in unseren Ratgeberartikel „Dämmstoffe: Welches ist das richtige Material?“.

    Kosten sparen beim Dämmen des Steildaches

    Neben dem Material hat auch das Dämmverfahren Einfluss auf die Effektivität der Dachdämmung: Die Aufsparrendämmung ist die beste Möglichkeit ein Steildach zu dämmen. Sie ist aber auch die teuerste, da Sie hierfür das Dach neu decken müssen. Der Dämmstoff wird direkt auf die Dachsparren aufgebracht. Wenn Sie die Eindeckung im Rahmen der Dachsanierung ohnehin erneuern lassen, lohnt sich die Aufsparrendämmung in jedem Fall.

    Eine Zwischensparrendämmung ist günstiger, aber weniger effektiv. Hier wird der Dämmstoff zwischen den Sparren aufgebracht. Eine vorhandene Zwischensparrendämmung können Sie durch eine Untersparrendämmung ergänzen.

     

    Lesen Sie mehr über die Dämmung eines Steildaches in unseren Ratgeberartikel „Die beste Dachdämmung“.

    Kosten sparen bei der Flachdachdämmung

    Wenn Sie ein Flachdach nachträglich dämmen möchten, können Sie Kosten sparen: Ein altes Flachdach hat oftmals einen Zwischenraum zwischen der Unterkonstruktion und der Dachabdichtung. Wenn die Dachabdichtung noch gut in Schuss ist, können Sie den Zwischenraum mit Dämmstoffen füllen lassen. Oder Sie lassen eine zusätzliche Dämmschicht auf der Dachabdichtung aufbringen.

    Alles Wichtige zum Thema Flachdachdämmung haben wir in unserem Ratgeberartikel „Flachdachdämmung: Darauf kommt es an“ für Sie zusammengefasst.

    Mit der Dachsanierung die Umwelt schonen


    Energieeffizienz und Solaranlagen

    Mit der Wahl der richtigen Dachdämmung sparen Sie nicht nur Kosten, sondern Sie schonen auch die Umwelt: Denn Sie verbrauchen weniger Energie. Zusätzlich können Sie über die Installation von Solaranlagen nachdenken und selbst Energie produzieren. Auch eine Dachbegrünung ist gut für die Umwelt. Zugleich verbessert ein begrüntes Dach die Wirkung der Dämmung und erhöht die Lebensdauer eines Flachdaches.

    Informieren Sie sich jetzt über begrünte Dächer in unserem Ratgeberartikel „Dachbegrünung: Viele Vorteile für Sie und die Umwelt“.

    Die Umweltbilanz der verschiedenen Materialien

    Dachsteine sind in der Herstellung umweltfreundlicher als Dachziegel.² Schiefer hat als Naturbaustoff eine gute Ökobilanz.³ Titanzink lässt sich recyceln und braucht für die Herstellung wenig Energie.⁴

    Bei der Flachdachabdichtung müssen Sie weiterhin auf erdölbasierte Produkte zurückgreifen. Bitumenbahnen können in der Trägereinlage aber auch mit nachwachsenden Rohstoffen wie Jute hergestellt werden.⁵ Moderne Bitumenbahnen und Kunststoffbahnen lassen sich zu großen Teilen recyceln.⁶

    So bestimmt das Material für Ihre Dachsanierung das Aussehen Ihres Daches

    Was gefällt Ihnen persönlich am besten? Die Dacheindeckung prägt das Aussehen des Daches entscheidend – und damit das Aussehen des ganzen Hauses.

    Übrigens: Viele Dachdecker können mit einem Computerprogramm das Aussehen Ihres neuen Daches vorab simulieren. Oder Sie nutzen selbst die Planungshilfen für die Dachsanierung von BMI Braas.

    Dachdecker finden mit MeinDach

    Sie müssen viele wichtige Entscheidungen bei der Wahl des Materials für die Dachsanierung treffen. Da ist es gut, einen erfahrenen Experten an der Seite zu haben. Wir helfen Ihnen, einen Dachdecker oder Zimmerer in Ihrer Nähe zu finden.

    Quellen:

    [1] https://www.braas.de/bauen-sanieren/dachwissen/regeldachneigung

    [2] https://www.braas.de/bauen-sanieren/entscheidungshilfe-dachbaustoffe

    [3] https://www.baunetzwissen.de/schiefer/fachwissen/werkstoff-schiefer/oekobilanz-von-schiefer-164384

    [4] http://www.dach.de/eindeckung/zink/titanzink-umweltfreundlich-und-vielseitig-01835/

    [5] https://www.baustoffwissen.de/baustoffe/baustoffknowhow/dach/flachdachabdichtung-bitumenbahnen-aufbau-vorteile/

    [6] https://www.derdichtebau.de/oekologie-von-bitumenbahnen.18399.htm

    https://www.baunetzwissen.de/flachdach/fachwissen/kunststoffbahnen/recycling-von-kunstoffdachbahnen-780080

    Ein neues haus mit einem Auto, das draußen geparkt ist, für Leute, die sich viel fragen, Was kostet ein neues Dach

    Was kostet ein neues Dach? Der große Kostenüberblick

    Was kostet ein neues Dach? Der große Kostenüberblick

    Bevor die Entscheidung für eine Dachsanierung oder Dacherneuerung fällt, ist die Frage „Was kostet ein neues Dach?“ ein wichtiger Teil der Planung. Denn jeder Eigenheimbesitzer möchte sein verfügbares Budget so optimal wie möglich investieren. Dieser Ratgeber liefert Ihnen alle wichtigen Informationen zu den Kosten eines Steildaches. Detaillierte Antworten zum Flachdach finden Sie in unserem Beitrag „Was kostet ein neues Flachdach?“.

    Der Umfang der geplanten Maßnahmen entscheidet über die Kosten

    Der Aufbau eines modernen Daches besteht aus vier grundlegenden Komponenten, die die Kosten eines neuen Daches maßgeblich beeinflussen.

    • Dachstuhl als tragendes Element
    • Dämmung als Wärmeschutz
    • Lattung für Dachpfannen
    • Dacheindeckung wie Dachziegel oder Dachsteine

    Planen Sie ein komplett neues Dach einschließlich des tragenden Elementes Dachstuhl, kalkulieren Sie die Kosten für alle Komponenten. Eine Dachsanierung umfasst häufig nur einen Teil des Daches und dient unter anderem der Modernisierung.

    Maßnahmen einer Sanierung:

    • umfangreichere Reparaturen oder komplette Erneuerung des Dachstuhls
    • Austausch der Dämmmaterialien
    • Reparatur der Lattung
    • neue Dacheindeckung oder alternativ Dachbeschichtung
    • Austausch alter Dachfenster

    Mit einer Dachsanierung erhöht sich nicht nur der Immobilienwert und der langfristige Schutz des Gebäudes, sondern auch der Wohnkomfort.

    Viele Eigenheimbesitzer kombinieren die Dachsanierung mit dem Ausbau des Dachgeschosses oder installieren in bereits ausgebauten Dachgeschossen Gauben anstelle der alten Dachfenster.

    Abhängig vom allgemeinen Zustand der gesamten Dachkonstruktion bieten Unternehmen immer wieder die Dachbeschichtung an. Unter gewissen Voraussetzungen ist diese Maßnahme auf jeden Fall eine Alternative, in der wir unter dem Punkt Dachbeschichtungen sowie in unserem Ratgeber „Dachbeschichtung“ noch detaillierter eingehen.

    Was kostet ein neues Dach?

    Neues Dach benötigt? Hier erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie beim Steildach rechnen müssen.

    Ein wichtiger Einflussfaktor auf die Kosten ist die Dachfläche. Diese hängt von der Größe der überdachten Grundfläche sowie von der Dachform ab. So ist ein normales Satteldach mit zwei Dachflächen um rund 30 Prozent günstiger als ein Zeltdach, das mit vier Dachflächen eine wesentlich größere Dachfläche aufweist.

    Gehen Sie für eine ungefähre Kostenkalkulation von einer Dachfläche von 150 Quadratmetern aus. Dieser Wert gilt für ein normales Einfamilienhaus mit Satteldach. Die detaillierten Abmessungen für die genaue Berechnung der Dachfläche finden Sie in den Bauakten Ihres Hauses.

    Folgende Faktoren beeinflussen die Kosten pro Quadratmeter:

    • Dachfläche
    • Umfang der Maßnahmen
    • Qualität der verwendeten Materialien
    • Art der Dacheindeckung
    • Entsorgung der alten Dacheindeckung (bei alten Immobilien oft mit Asbest belastet)

    Die durchschnittlichen Kosten für ein neues Dach bewegen sich im Bereich von 200 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Genau kann die Frage „Was kostet ein Dach?“ nur ein erfahrener Dachdecker nach der Besichtigung vor Ort und einem ausführlichen Beratungsgespräch mitteilen.

    Was kostet eine Dachsanierung?

    Wie beim Bau eines komplett neuen Daches hängen bei der Dachsanierung die Kosten ebenfalls von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem der Umfang der Maßnahmen spielt hier eine wichtige Rolle. Wie hoch die Kosten für eine Dachsanierung sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Größe der Dachfläche ist hier genauso ausschlaggebend wie der Umfang der Maßnahmen und die Materialqualität.

    Setzen Sie auf jeden Fall auf hochwertige und dadurch langlebige Materialien, da die Materialauswahl die Kosten langfristig betrachtet beeinflusst. Vor allem besonders preisgünstige Dacheindeckungen verwittern wesentlich schneller und sind anfälliger für Beschädigungen. Billige Dämmmaterialien sind weniger energieeffizient als hochwertige Produkte.

    Durchschnittliche Kosten der einzelnen Maßnahmen:

    Maßnahmen Kosten pro qm
    komplette Dachsanierung (neuer Dachstuhl neue Dämmung, neue Eindeckung) 250 – 350 Euro
    einfache Dämmung 30 – 80 Euro
    Aufsparrendämmung inkl. Neueindeckung 150 – 250 Euro
    einfache Neueindeckung 80 – 130 Euro
    neuer Dachstuhl 60 – 80 Euro

    Was kostet ein neuer Dachstuhl?

    Vor allem in die Jahre gekommene Immobilien weisen häufig Schäden am Dachstuhl auf, die der Zimmermann durch einfachere Reparaturmaßnahmen nicht mehr beheben kann. In vielen Fällen ist es kostengünstiger, den Dachstuhl komplett zu erneuern. Wie bei allen Maßnahmen im Rahmen der Dachsanierung beeinflussen auch hier verschiedene Kriterien die Kosten.

    • Komplexität des Dachstuhls
    • verwendetes Holz (Fichte, Lärche, Kiefer, Eiche)
    • Dachform

    Berücksichtigen Sie die verschiedenen Einflussfaktoren, ergibt sich unabhängig von den regionalen Lohnkosten ein Preis von 60 bis 80 Euro pro Quadratmeter Dachfläche. Hinzu kommen noch die Kosten für den Abriss und die fachgerechte Entsorgung des alten Dachstuhls.

    Was kostet eine neue Dachdämmung?

    Die Kosten für die Dachdämmung weichen voneinander stark ab, da es bei den verwendeten Materialien große Unterschiede gibt. Vor allem die Qualität und die damit verbundene Energieeffizienz des Dämmmaterials ist ein wichtiger Faktor.

    Art der Dämmung Kosten pro qm
    Untersparrendämmung 30 – 60 Euro
    Zwischensparrendämmung 50 – 80 Euro
    Aufsparrendämmung inkl. Neueindeckung 150 – 250 Euro

    Was kostet eine neue Dacheindeckung?

    Die Dacheindeckung ist der größte Kostenfaktor im Rahmen der Dachsanierung oder der Errichtung eines neuen Daches. Allerdings haben Sie hier auch die meisten Möglichkeiten, die Gesamtkosten zu reduzieren. Denn moderne und hochwertige Dacheindeckungen gibt es bereits sehr günstig, wie der Braas-Dachstein beweist. Er ist vor allem für Dächer, bei denen das Gewicht der Dacheindeckung eine untergeordnete Rolle spielt, die ideale Lösung.

    Im Durchschnitt bewegen sich die Kosten für die Dacheindeckung im Bereich von 20 bis 100 Euro. Die nachfolgenden Preise sind reine Materialpreise ohne Arbeits- und Materialkosten des Dachdeckers und ohne Entsorgungskosten der alten Dacheindeckung.

    Art der Dacheindeckung Kosten pro qm
    Dachstein 20 Euro
    Dachziegel 25 – 50 Euro
    Aluminium 35 Euro
    Titanzink 40 Euro
    Schiefer 90 Euro
    Reet 100 Euro

    Unter gewissen Voraussetzungen ist die Dachbeschichtung sinnvoll und eine günstige Alternative zur Neueindeckung.

    Was kostet eine Dachbeschichtung als Alternative zur Neueindeckung

    Zum Thema Dach lackieren sind die Erfahrungen sehr unterschiedlich. Wobei der Hauptgrund in der unterschiedlichen Qualität der Dachbeschichtung liegt. Denn die hochwertige Dachbeschichtung von Firmen mit umfassender Erfahrung in diesem Thema überzeugt durch eine sehr lange Haltbarkeit.

    Was kostet eine Dachbeschichtung pro qm

    Im Vergleich zur Dachsanierung ist die Dachbeschichtung günstig. Denn mit Kosten zwischen 60 und 70 Euro pro Quadratmeter können Sie hier bei einer umfangreichen Dachsanierung die Gesamtkosten spürbar reduzieren. Denn ist die verwitterte Dacheindeckung grundsätzlich intakt, wird sie nicht ausgewechselt, sondern erhält neuen Schutz durch die Dachbeschichtung. Dadurch reduziert die Dachbeschichtung die Kosten im Vergleich zur kompletten Neueindeckung um ungefähr 20 bis 35 Euro pro Quadratmeter.

    Wie lange hält eine Dachbeschichtung?

    Durch die stetige Weiterentwicklung der verwendeten Materialien erhöhte sich die Haltbarkeit von Dachbeschichtungen deutlich. Dies gilt vor allem für Produkte aus Reinacrylat, die mit Fluropolyurethan verstärkt sind. Diese Dachbeschichtung konnte im Warentest mit einer Lebensdauer von 11 bis 14 Jahren überzeugen. Praktische Dachbeschichtung-Erfahrungen renommierter Hersteller bestätigen sogar eine Haltbarkeit von bis zu 20 Jahren.

    Eine hochwertige Dachbeschichtung und deren Preise heben sich deutlich von nur wenig haltbaren Billigprodukten ab. Lassen Sie sich von einem Dachdecker mit Erfahrung in der Dachbeschichtung umfassend beraten.

    Wie sinnvoll ist eine Dachbeschichtung?

    Ob eine Dachbeschichtung sinnvoll ist, hängt von der Ausgangssituation ab. Ein wichtiger Punkt ist, dass das Dach noch intakt ist. Sofern dies der Fall ist, bietet die Dachbeschichtung nicht nur Kosten- sondern auch andere Vorteile.

    • erhöhter Schutz gegen Umwelteinflüsse
    • beugt Beschädigungen durch eindringende Feuchtigkeit vor
    • verzögert die Dachsanierung
    • erhöht die Nutzungsdauer des Daches

    Umfangreiche Informationen zu diesem interessanten Thema finden Sie in unserem Ratgeber „Dachbeschichtung kann die Lebensdauer eines Daches erhöhen„.

    Was kostet der Einbau von Dachfenstern und Gauben?

    Viele Eigenheimbesitzer planen im Rahmen der Dachsanierung den Ausbau des Dachgeschosses zum Wohnraum. Abhängig von der Nutzung und von der Dachneigung sind Dachfenster oder Gauben erforderlich. Die geplante Fensterfläche oder Größe der Gaube beeinflusst die Kosten maßgeblich. Ein weiteres Kriterium ist die Qualität des Dachfensters, dessen Funktionalität sowie die verwendeten Materialien (Holz, Kunststoff, Aluminium).

    Kalkulieren Sie für ein normal großes Dachfenster Kosten ab 800 Euro pro Fenster inklusive Montage. Für eine einfache Gaube sollten Sie ungefähr 3.000 Euro und mehr veranschlagen. Wie hoch die genauen Kosten tatsächlich sind, erfahren Sie von Ihrem Dachdecker. Er erstellt Ihnen nach einem persönlichen Gespräch und der Besichtigung vor Ort ein Angebot.

    Kosten für Dachentwässerung und Rückbau des Schornsteins

    Die Dachentwässerung verhindert das Eindringen von Regen- und Schmelzwasser unter die Dacheindeckung, indem das System die Nässe zuverlässig ableitet. Für die Dachentwässerung fallen durchschnittlich 50 Euro pro Laufmeter an. Achten Sie bei Ihrer Entscheidung unbedingt darauf, dass das Entwässerungssystem optimal auf die Eigenschaften der Dacheindeckung abgestimmt ist.

    Auf vielen alten Dächern befinden sich nicht mehr benutzte Schornsteine. Die Dachsanierung ist der ideale Zeitpunkt für den Schornsteinrückbau, der die Gesamtkosten um ungefähr 800 bis 1.500 Euro erhöht.

    Was kostet eine Photovoltaik-Anlage?

    Der Einbau einer Photovoltaik-Anlage lässt sich gut mit der Dachsanierung verbinden. Sprechen Sie Ihren Dachdecker frühzeitig darauf an, sodass er die Anlage bei der Planung des neuen Daches direkt mitberücksichtigen kann.

    Die Dachsanierung oder die komplette Neuerrichtung eines Daches nutzen viele Eigenheimbesitzer dafür, die eigene Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu optimieren. Durch einen Solarspeicher gewinnen Sie zusätzliche Autarkie.

    Zum aktuellen Zeitpunkt bewegen sich die Kosten für eine mittelgroße Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 5.400 kWh (6 Kilowatt-Peak) im Bereich von 8.000 bis 9.000 Euro. Solar-Batteriespeicher sind bereits ab 7.000 Euro erhältlich. Aktuelle und detaillierte Informationen zu Photovoltaikanlagen finden Sie im neuesten Bericht des Fraunhofer-Instituts.

    Ihr Angebot für ein neues Dach – darauf sollten Sie achten

    Das auf den ersten Blick ausgesprochen günstige Angebot eines unseriösen Anbieters kann zahlreiche Stolperfallen enthalten. Daher sollten Sie Angebote aus Haustürengeschäften auf keinen Fall akzeptieren, sondern sich für einen deutschen Dachdecker-Meisterbetrieb entscheiden.

    Das macht einen qualifizierten Meisterbetrieb aus:

    • Erstbesichtigung vor Ort vor Angebotserstellung
    • gründliche Bestandsaufnahme
    • ausführliche Beratung zu erforderlichen Maßnahmen
    • umfassende Informationen als Entscheidungshilfe bei der Materialauswahl
    • für Laien verständliche Auflistung aller im Angebot enthaltenen Leistungen

    Oft handelt es sich um ein Festpreisangebot. In diesen Fällen sollte das Angebot alle im Preis enthaltenen Leistungen ausführlich und verständlich beschreiben, um spätere Unklarheiten zu vermeiden.

    Achten Sie beim Angebot unbedingt auf die Nebenkosten, die für Entsorgung des Bauschutts, Gerüstbau und Stellung des Gerüstes oder weitere Sonderleistungen anfallen. Besprechen Sie diese vor der Auftragsvergabe mit Ihrem Dachdecker. Denn vor allem alte Häuser weisen immer noch mit Asbest belastete Dacheindeckungen auf. Wird das im Vorfeld nicht erkannt, können die zusätzlichen Kosten überraschend hoch sein.

    In unserem Ratgeberartikel „Angebotsvergleich: Darauf kommt es an“ finden Sie alle wichtigen Informationen rund um dieses Thema.

    Ein Dachdecker führt eine Berechnung durch

    Dachfläche berechnen: Kinderleicht mit diesen Formeln, Apps oder Google Maps

    Wie Sie Ihre Dachfläche exakt und sicher berechnen können 

    Die Dachfläche zu berechnen scheint eine recht banale Aufgabe zu sein: Man misst ganz einfach die Länge des Dachs mit der der Länge der aufsteigenden Dachkante, multipliziert das Ganze mal zwei und hat das Ergebnis. Die Herausforderung steckt jedoch in der Ausführung: Um die Dachfläche exakt berechnen zu können, müsste man auf das Dach steigen und beide Dachlängen ausmessen. Das ist nicht nur schwierig, es ist auch sehr gefährlich. Lesen Sie in diesem Artikel über verschiedene Möglichkeiten, wie Sie ihre Dachfläche berechnen können ohne sich dabei in Gefahr zu bringen.  

    Exakte Dachfläche für genaue Kalkulation

    Das Berechnen der Dachfläche ist vor allem für die Kalkulation der Kosten erforderlich, die mit dem Neubau oder der Sanierung einhergehen. Nur wenn bekannt ist, wie viele Quadratmeter Dachfläche zu reinigen, beschichten oder neu einzudecken sind, können die Handwerksbetriebe entsprechende Angebote machen. Eine präzise Berechnung verhindert, dass das Material ausgeht, bevor das Dach vollständig eingedeckt ist. Auch wird dadurch eine Überbestellung und damit unnötige Kosten vermieden. Vor allem bei komplexen Dachformen mit vielen Einbauten wie Gauben oder Balkone ist das Berechnen der Dachfläche komplizierter, als man denken mag.

     

    Dachfläche Berechnen: Ein Leitfaden

    Das Berechnen der Dachfläche ist ein wichtiger Schritt bei Bauprojekten und Renovierungen. Hier erfahren Sie, wie Sie die Dachfläche genau ermitteln können.

    Grundlagen der Dachflächenberechnung

    Die Dachflächenberechnung unterscheidet sich je nach Dachtyp. Hier sind die grundlegenden Formeln und Schritte:

    1. Flachdach

    Die Berechnung eines Flachdachs ist am einfachsten. Multiplizieren Sie die Länge mit der Breite des Dachs:
    Dachfläche = Länge X Breite

    2. Satteldach

    Bei einem Satteldach berechnen Sie zunächst die Fläche einer Dachseite und verdoppeln das Ergebnis:
    Dachfläche (eine Seite) = Länge X Dachneigung
    Gesamtfläche = 2 X Dachfläche (eine Seite)

    Alternativ:

    Grundfläche X Faktor X = Dachfläche

     Grad Dachneigung  FaktorX  Grad Dachneigung  FaktorX  Grad Dachneigung  FaktorX
    10 1,0154 30 1,1547 50 1,5559
    11 1,0187 31 1,1666 51 1,5890
    12 1,0223 32 1,1791 52 1,6242
    13 1,0263 33 1,1923 53 1,6616
    14 1,0306 34 1,2062 54 1,7013
    15 1,0352 35 1,2207 55 1,7433
    16 1,0402 36 1,2360 56 1,7882
    17 1,0456 37 1,2521 57 1,8360
    18 1,0514 38 1,2690 58 1,8867
    19 1,0576 39 1,2867 59 1,9416
    20 1,0641 40 1,3054 60 2,0000
    21 1,0711 41 1,3250 61 2,0626
    22 1,0785 42 1,3456 62 2,1300
    23 1,0863 43 1,3673 63 2,2030
    24 1,0946 44 1,3901 64 2,2811
    25 1,1033 45 1,4142 65 2,3666
    26 1,1126 46 1,4395 66 2,4585
    27 1,1223 47 1,4662 67 2,5593
    28 1,1325 48 1,4947 68 2,6694
    29 1,1433 49 1,5242 69 2,7904
    70 2,9238

     

    3. Walmdach

    Ein Walmdach hat vier geneigte Seiten. Berechnen Sie die Fläche jeder Seite und addieren Sie diese: Dachfläche = 2 X (Länge X Dachneigung) + 2 X (Breite×Dachneigung)

    Schritt-für-Schritt Anleitung

    1. Dachlänge und -breite messen: Messen Sie die Grundfläche des Hauses.
    2. Dachneigung berechnen: Verwenden Sie ein Winkelmesser oder entsprechende Berechnungsformeln, um die Neigung zu ermitteln.
    3. Fläche der Dachseiten berechnen: Multiplizieren Sie die gemessenen Werte mit der Neigung, um die Fläche jeder Dachseite zu erhalten.
    4. Gesamtfläche addieren: Addieren Sie die Flächen der einzelnen Seiten, um die gesamte Dachfläche zu erhalten.

    Praktisches Beispiel: Satteldach

    Angenommen, Sie haben ein Haus mit einer Länge von 10 Metern, einer Breite von 8 Metern und einer Dachneigung von 30 Grad. Die Berechnung sieht wie folgt aus:

    1. Länge: 10 Meter
    2. Breite: 8 Meter
    3. Dachneigung (in Dezimal): 30 Grad = 0,5 (Tangenswert)

    Berechnung der Fläche einer Dachseite:

    Fläche (eine Seite) = 10 X (8 X 0,5) = 40 Quadratmeter

    Gesamtfläche des Satteldachs:

    Gesamtfläche = 2 X 40 = 80 Quadratmeter

     

    Berechnung vom gewinkelten Dach

    Das Berechnen von einem Dach mit einem oder mehreren Winkeln ist aufwändiger aber nicht schwerer als die bisherigen Dachformen. Sie müssen ganz einfach immer nur die einzelnen Teilflächen berechnen und anschließend zusammen zählen. Die wichtigste Formel beim Dachfläche Berechnen ist der Satz des Pythagoras. Wenn Sie diesen beherrschen, ist die Berechnung der Dachfläche völlig unproblematisch. 

    Berechnung vom individuellen Dach

    Ein individuelles, geschwungenes Schieferdach mit vielen Bögen und Radien ist mit herkömmlichen Mitteln nicht exakt zu berechnen. Hier müssen Sie mit Näherungswerten arbeiten. Projizieren Sie gedanklich eine Dachform, die der geschwungenen, individuellen Dachgeometrie so nahe wie möglich kommt. Berechnen Sie diese Dachform. Ziehen Sie vom Ergebnis einen sinnvollen Wert, beispielsweise 5-10%, ab, dann kommen Sie der tatsächlichen Dachfläche recht nahe. 

     

    Dachfläche berechnen mit App und Google Maps

    Wenn Sie sich bei der Berechnung der Dachfläche nicht sicher sind, haben wir gute Nachrichten für Sie: Viele Dienstleister bieten zu diesem Zweck eine App an, mit dem diese Kalkulation schnell und sicher möglich ist. Alles, was Sie jetzt noch brauchen, sind die exakten Maße. Die Schwierigkeit ist immer dabei, die Dachhöhe zu ermitteln. Am besten gehen Sie dazu auf den Dachboden und messen dort den Abstand zwischen Dachspitze und Boden. Zählen Sie noch die Breite vom Firstbalken und vom Dachbalken hinzu, dann haben Sie die Dachhöhe exakt genug ermittelt, um die Dachfläche berechnen zu können. Falls Sie nicht vor Ort sind, können Sie beim Architekten anrufen oder sich die Pläne zeigen lassen. Ein Immobilienmakler, der mit Ihrem gewünschten Objekt betraut ist, wird für Sie gerne die Dachhöhe ausmessen. 

    Mit der Hilfe von Google Earth können Sie praktisch jede Grundfläche eines Hauses oder Grundstücks ausmessen. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor: 

    1. Öffnen Sie Google Earth auf Ihrem PC

    2. Fahren Sie zu der Stelle, die Sie ausmessen möchten (einfache Adresseingabe)

    3. Stellen Sie Google Earth auf 2-D View

    4. Schalten Sie Street View aus

    5. Klicken Sie in der linken Werkzeugspalte auf das unterste Icon. Es sieht aus wie ein Lineal.

    6. Klicken Sie nun auf die beiden Punkte, dessen Abstand Sie messen möchten. Das Ergebnis wird Ihnen in einem Fenster angezeigt. 

    Je nach Auflösung des gewünschten Punkts können Sie mit der Hilfe von Google Earth durchaus bestimmte Dachflächen erkennen und einige Maße daraus ableiten. Die Schwierigkeit liegt bei der Nutzung dieses Tools darin, dass Sie die Höhe des Daches von der Draufsicht aus nicht erkennen können. Falls das Objekt Ihres Wunsches an einer Stelle liegt, bei der StreetView möglich ist, können Sie sich aber immer noch behelfen.  

    Schalten Sie auf 3D-View oder auf Streetview und betrachten Sie sich die Dachform. Schätzen Sie nun den Winkel, der zwischen der Geschoßdecke und der Dachschräge gebildet wird. Es kommt hier nicht auf das Grad genau an. In der Regel gibt es nur drei Möglichkeiten: 

    Flach: 30°

    Normal: 45°

    Spitz: 70°

    Jetzt suchen Sie sich eine Formel aus der Trigonometrie aus. Die trigonometrischen Formeln gelten für rechtwinklige Dreiecke. Der Winkel zwischen Dachschräge und Geschossdecke wird „Alpha“ (?) genannt. Der Dachsparren bildet die Hypotenuse. Die Seite, die an Alpha heran führt, nennt man Ankathete. Die Höhe, die also nicht den Winkel Alpha berührt, ist die Gegenkathete. 

    Die trigonometrischen Formeln lauten

    Sinus ? = Gegenkathete/Hypotenuse = Dachhöhe/Sparren

    Cosinus ? = Ankathete/Hypotenuse = Abstand zwischen Höhe und Firstbalken/Sparren

    Tangens ? = Ankathete /Gegenkathete

    Nehmen Sie also beispielsweise ein normales Dach mit einer Schräge von 45° an. Mit Google Earth können Sie den Abstand zwischen der Dachhöhe und des Firstbalkens ausmessen. Da haben Sie zwei von drei Faktoren. Stellen Sie also die Cosinus Formel entsprechend um: 

    Hypotenuse = Ankathete/Cosinus 45°

    Öffnen Sie das Programm „Taschenrechner“ auf Ihrem PC oder eine entsprechende App und schalten Sie ihn auf „Wissenschaftlich“. Tippen Sie dann ganz einfach den gemessenen Abstand ein und teilen Sie ihn durch den Cosinus ?. Das Ergebnis ist die Sparrenlänge. 

    Wenn Sie Sparrenlänge und Abstand zwischen First- und Traufbalken haben, brauchen Sie nur noch die Formel vom Satz des Pythagoras umstellen und Sie haben die Höhe. Damit haben Sie alle Größen die Sie brauchen, um die Dachfläche zu berechnen. 

    Einbauten berücksichtigen

    Gauben, Dachfenster und Balkone geben Sie aber bei der Beschreibung Ihres Projektes mit an. Die Dachdecker brauchen auch diese Informationen, um sie bei der Kalkulation berücksichtigen zu können. Auch wenn Sie bei diesen Stellen weniger Material zum Dachdecken brauchen, bedeuten Sie immer Mehraufwand für das Unternehmen. Die Ecken, Kanten und Übergänge müssen ausgearbeitet werden, so dass die Dachhaut als Ganzes ihre Funktion erhält.

     

    dachziegel dachstein

    Dachziegel aus Ton oder Dachsteine aus Beton – welche Dachpfannen sind besser?

    Die perfekte Dacheindeckung: Dachziegel und Dachsteine im Vergleich

    Dachpfannen, umgangssprachlich auch als Dachziegel bekannt, sind buchstäblich die Krone eines Gebäudes und verpassen seinem Gesamteindruck den letzten Schliff. Sie können aber auch schnell für Kopfzerbrechen sorgen. Denn neben der Farbwahl ist vor allem eines wichtig: Welches Material ist für Ihre Dacheindeckung die beste Wahl?

    Eine Info vorab: Wenn es Ihnen allein um die Optik geht, können Sie beruhigt aufatmen. In Sachen Farb- und Formvarianten bieten Dachziegel und Dachsteine als Dacheindeckung nämlich die gleichen Möglichkeiten. Kniffelig wird es erst, wenn Sie weitere Eigenschaften in Ihre Entscheidung einbeziehen. Gemeinsam mit Ihrem MeinDach-Partnerbetrieb können Sie anhand der gewünschten Eigenschaften leichter eine Entscheidung treffen. Und mit dem Dacheindeckung-Kostenrechner erhalten Sie einen ersten Überblick über die erwarteten Kosten.

    Dachpfannen, Dachziegel, Dachsteine, Dachplatten

    Zunächst gilt es, die grundlegenden Begriffe zu klären, um Unklarheiten zwischen Ihnen und dem Dachdecker oder Zimmerer zu vermeiden. Denn in der Umgangssprache werden die Begriffe oft missverständlich als Synonyme verwendet.

    Dachdecker und Zimmerer nutzen den Begriff “Dachpfanne” als Oberbegriff für alle Arten von Dachziegeln, Dachplatten und Dachsteinen, also für die gesamte Dacheindeckung.

    Schon gewusst? Der Begriff Dachpfanne in Verbindung mit einer Region steht für eine Dachpfanne mit einer bestimmten Form. Dazu gehören etwa die Harzer Pfanne sowie die Frankfurter Pfanne. So entstehen im Laufe der Zeit die für einzelne Regionen typischen Dacheindeckungen.

    Um das verwendete Material sprachlich zu unterscheiden, werden als Dachziegel in Fachkreisen tatsächlich nur Pfannen aus Ton bezeichnet. Sobald Dachpfannen aus Beton hergestellt werden, spricht man von Dachsteinen. Dachplatten hingegen bestehen aus Metall. Daher kann es durchaus deutliche Unterschiede geben, wenn Laien und Experten über die Dacheindeckung reden. Einen Überblick über die unterschiedlichen Materialien zur Dacheindeckung finden Sie auch in unserem Ratgeberbeitrag Dachziegel & Co.: Welche ist die beste Dacheindeckung?

    Das sollten Sie beachten:

    In manchen Regionen ist beim Hausdach das Material sogar vorgeschrieben. Informieren Sie sich in jedem Fall im Vorfeld über eventuelle Vorgaben.

    Hausbedachung mit Ton – ein Klassiker mit langer Tradition

    Dachziegel aus dem natürlichen Rohstoff Ton haben eine lange Tradition. Bereits die Römer und die Griechen haben ihre Bauten mit Dachziegeln eingedeckt. Dabei wurden die Dachziegel bei Temperaturen von 900 bis 1200 °C im Ofen gebrannt. Durch das Brennen erhält der Ton seine typische rote Farbe und wird widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Dank der hohen Festigkeit und der guten Lebensdauer hat sich diese Form der Dacheindeckung über viele Jahre durchgesetzt – bis heute.

    Die Herstellung ist auch heute noch ähnlich, doch natürlich hat der Fortschritt auch vor Dachziegeln nicht Halt gemacht: Heutzutage sind neben dem naturroten Klassiker auch engobierte und glasierte Ziegel auf dem Markt. Engobierte Dachziegel haben ihren Namen von der sogenannten Engobe, einer Ton-Mineral-Masse. Die Masse wird vor dem Brennen über den Ziegel gegossen, damit dieser eine andere Farbgebung und eine gleichmäßige, matte Oberfläche erhält. Die Engobe bietet jedoch keinerlei Schutzwirkung, sondern dient nur der Optik.

    Glasierte Dachziegel erhalten vor dem Brennen einen farbigen Überzug, die Glasur. Diese ist keine Schutzschicht im eigentlichen Sinne, doch Schmutzpartikel haben es auf glasierten Dachziegeln deutlich schwerer als auf unbehandelten. Dafür sind glasierte Dachziegel anfälliger für Krakelee, also kleine Risse in der Glasur. Ein Schönheitsmanko, das allerdings die Funktion der Dachziegel nicht beeinträchtigt.

    Hausbedachung mit Beton – der umweltschonende Jungspund

    Für die Herstellung von Dachsteinen muss der Beton erst aus Sand, Zement und Wasser gemischt werden. Um Dachsteine in verschiedenen Farben erstrahlen zu lassen, werden Eisenoxide in die Mischung gegeben. Danach werden die Dachsteine bei 60 °C getrocknet und anschließend fast einen Monat lang gelagert. Zum Abschluss erhalten die Dachsteine einen Anstrich aus Acryldispersion, um das Anhaften von Schmutzpartikeln zu erschweren.

    Die niedrigere Temperatur bei der Herstellung von Dachsteinen sorgt nicht nur für eine bessere Klimabilanz. Dass weniger Energie benötigt wird, kommt auch dem Geldbeutel der Käufer zugute.

    Im Gegensatz zu Dachziegeln sind die Dachsteine noch sehr jung. Um 1840 wurden die ersten Dachpfannen aus Beton hergestellt. Heute sind die robusten Dachsteine fast ebenso beliebt wie Dachziegel.

    Dach Material: So unterscheidet sich die Dacheindeckung mit Ziegeln von der Dacheindeckung mit Steinen

    Natürlich hat jedes Material seine individuellen Eigenschaften, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Einen eindeutigen „Sieger“ gibt es nicht. Die Wahl hängt von Ihren Prioritäten als Hausbesitzer ab. Ganz nach Ihren Vorlieben können Sie anhand der charakteristischen Eigenschaften eine kompetente Wahl zwischen Beton und Ton treffen. Eine Alternative ist die Dacheindeckung aus Metall, welche allerdings vornehmlich bei Gewerbeimmobilien genutzt wird. Doch auch bei privaten Immobilien wird diese Form der Dacheindeckung immer beliebter.

    Damit Sie einen schnellen Überblick erhalten, schlüsseln wir die wichtigsten Eigenschaften in einer Tabelle auf:

    Übersicht: Dachziegel aus Ton vs. Dachsteine aus Beton

    Eigenschaft/Material Dachziegel aus Ton Dachsteine aus Beton
    Gewicht Leichter als Dachsteine, daher gut geeignet für schlankere Dachkonstruktionen Hohes Gewicht, dadurch bessere Auflage
    Lebensdauer Häufig Garantie von bis zu 30 Jahren, Erfahrungen zeigen Haltbarkeit bis zu etwa 60 Jahren; glasierte Ziegel haben eine Lebensdauer bis zu 80 Jahren Je nach Qualität etwa 40 Jahre
    Verschmutzung Je nach Beschichtung resistent gegen Verschmutzung und Moos- sowie Algenbewuchs Neuere Produkte mit selbstreinigenden Beschichtungen, daher haften Algen u. ä. schlecht
    Umwelteinflüsse Hält Umwelteinflüssen gut stand Resistent gegenüber Hagel, beständig gegenüber Frost, bruchfest und trittsicher (vorteilhaft für Schornsteinfeger)
    Dämmung/Schallschutz Weniger Schallschutz Außengeräusche werden bis zu drei Dezibel gegenüber den Dachziegeln gesenk
    Wartung Kaum nötig Kaum nötig
    Variationen Optik (Form, Farbe) Große Auswahl an Formen und Farben Große Auswahl an Formen und Farben
    Ökobilanz Reines Naturprodukt, aber Herstellung energieintensiv, Ton muss teilweise weit transportiert werden Herstellung verbraucht etwa 70% weniger Energie als bei Tonziegeln
    Kosten Preise variabel, meist etwas höher als bei Beton, zumeist mehr Aufwand beim Dachdecken Preis variabel, im Durchschnitt etwas niedriger als bei Ton; Arbeitskosten zumeist niedriger durch weniger Aufwand

    Ton oder Beton – Wer hat bei Ihnen die Nase vorn?

    Ob Dachziegel oder Dachsteine, beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Es kommt ganz darauf an, welche Anforderungen Sie an Ihre Dachpfannen haben. Wenn Sie Ihr Haus an einer belebten Hauptstraße bauen, ist es sicher von Vorteil, wenn die Dachsteine Umgebungsgeräusche dämpfen. Ist Ihre Dachkonstruktion eher zierlich, könnten die leichteren Dachziegel die Nase vorne haben. Die Tabelle liefert Ihnen einen ersten Überblick, über die Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen Dachsteinen und Dachziegeln.

    Ihre Wünsche besprechen Sie am besten direkt mit dem Dachdecker oder Zimmerer Ihres Vertrauens. Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Dachdecker? Erstellen Sie einfach und bequem über MeinDach ein neues Dachprojekt und finden Sie gemeinsam mit dem Meisterbetrieb aus Ihrer Region die passend Dacheindeckung für Ihr Dach.

    Beachten Sie: Nicht immer ist die günstigste Dacheindeckung die beste Lösung. Durch eine Fachberatung finden Sie für Ihr Haus oder Ihre Garage die optimale Dacheindeckung und können von Dachsteinen oder Dachziegeln optimal profitieren.

    Übrigens hilft oft auch ein Blick auf die Gebäude in Ihrer Nachbarschaft. Dank Ihres neuen Wissens rund um Dachpfannen können Sie vielleicht schon erkennen, ob Dachziegel oder Dachsteine in Ihrer Region beliebter sind.

    Welche Dacheindeckung für welchen Einsatzbereich?

    Die Wahl der richtigen Dacheindeckung hängt nicht zuletzt auch mit der Art der Immobilie ab. Eine Dacheindeckung an einem Schuppen oder einer Garage kann mit deutlich weniger Aufwand betrieben werden, als die Dacheindeckung an einem Wohnhaus. Bitumen statt normaler Dachziegel sind beispielsweise für einen Schuppen oder einen Carport häufig ausreichend, während bei Wohn- und Gewerbeimmobilien noch häufiger auf klassische Dachziegel gesetzt wird. Und das aus gutem Grund: Dachziegel oder Dachplatten weisen eine höhere Lebensdauer auf, sodass die Arbeiten der Dacheindeckung erst nach vielen Jahren erneuert werden müssen.

    Während bei einer einfachen Dacheindeckung aus Bitumen die Dacheindeckung nach ca. 10 Jahren erneuert werden muss, hält eine Eindeckung mit Dachsteinen oder Dachziegeln mehrere Jahrzehnte. Hochwertige Dachziegel minimieren zudem den Wartungs- und Reparaturaufwand und verlängern die Lebensdauer Ihres Daches.

    Dach decken: Was kostet 1m2  Dachziegel oder Dachsteine?

    Pauschal lässt sich der Preis für Dachziegel oder Dachsteine nicht sagen. Auf den Quadratmeter gerechnet liegen die Preise für die Dacheindeckung zwischen 6 und 70 Euro pro Quadratmeter. Abhängig ist der Preis vor allem vom verwendeten Material der Dachpfannen. Wenn eine besondere Verlegeweise nötig ist, können die Preise aber auch höher ausfallen.

    Die Haltbarkeit der Dachziegel bzw. Dachsteine ist im Übrigen nicht immer auch ein Kriterium für den Preis. Obwohl Dachziegel aus Ton eine kürzere Lebensdauer aufweisen als Dachziegel aus Beton, sind letztgenannte in der Regel günstiger.

    Doch da bei einer (Neu-)Eindeckung nicht nur Dachziegel oder Dachsteine nötig sind, sondern auch die Dämmung wichtig ist, haben wir alle relevanten Kostenpunkte eines Daches in einem separaten Ratgeberartikel für Sie zusammengefasst

    Dach decken lassen vom Meisterbetrieb

    Den richtigen Dachdecker oder Zimmerer für Ihr Dachprojekt finden Sie mit MeinDach. Unsere Partnerdachdecker und -zimmerer legen Wert auf höchste Qualität und beraten Sie gerne zu den vielfältigen Möglichkeiten der Eindeckung. Starten Sie noch heute Ihr neues Dachprojekt und wählen Sie gemeinsam mit einem MeinDach-Partnerbetrieb aus Ihrer Region die passenden Dachziegel für Ihr neues Dach!

    Was kostet ein Dachdecker?

    Wir werden oft gefragt, ‚Was kostet ein Dachdecker‘? Die Kosten setzen sich aus vielen verschiedenen Komponenten zusammen und hängen insbesondere von den ausgeführten Arbeiten ab.

    Vielseitiger Beruf mit zahlreichen Kompetenzen

    Der Dachdecker von heute ist nicht mehr nur für die horizontale Eindeckung eines Hauses verantwortlich. Zu den Aufgaben des Dachdeckers gehört heute die gesamte Außenhaut eines Gebäudes. Dazu zählt spätestens seit der staatlich forcierten Wärmedämmung von Gebäuden auch die Fassade. Es ist daher schwer zu beantworten, was „ein Dachdecker kostet“: Das Ausbessern eines Trapezblechdaches einer Scheune geht mit Sicherheit schneller und einfacher von der Hand als das Erstellen eines kompletten Wärmedämm-Verbundsystems. Die Frage nach den Kosten für den Dachdecker lassen sich daher eher auf den Quadratmeter herunter brechen als auf den Stundenlohn. Um diese Frage aber zu beantworten: Ein ausgelernter Dachdecker wird mit 45 – 60 Euro pro Stunde berechnet. Davon kommen beim Handwerker ca. 15 – 18 Euro an. Der Rest sind Lohnnebenkosten und unternehmerische Kalkulation.

    Dieser vergleichsweise hohe Stundenpreis ist in der Baubranche recht üblich für alle Gewerke. Der Dachdecker ist ein ebenso respektabler Handwerksberuf wie der des Maurers, des Zimmermanns oder des Klempners. Von allen Bauberufen hat aber der des Dachdeckers in den letzten Jahren einen besonders großen Zuwachs an Kompetenzen und Verantwortung erlebt. Der Dachdecker von Heute ist vor allem ein Spezialist in der Wärmedämmung. Wie ein mehrlagiges Wärmedämm-Verbundsystem auszuführen ist gehört heute schon zum Lehrstoff der Auszubildenden. Mit dem Buchen eines ausgebildeten Dachdecker-Gesellen oder -Meisters holen Sie sich damit einen Spezialisten auf die Baustelle, dessen Handwerk Sie vertrauen können.Diese Probleme wirken sich auf was kostet ein Dachdecker.

    Was kann ein Dachdecker?

    Natürlich ist die primäre Aufgabe eines Dachdeckers nach wie vor, ein Dach korrekt einzudecken. Das Dach bildet den vertikalen Abschluss eines Gebäudes und ist im besonderen Maße der Witterung ausgesetzt. Eindringendes Wasser in das Gebäude wirkt sich schnell sehr zerstörerisch aus: Auswaschungen, Frostschäden und Schimmelbildung sind die unmittelbaren Folgen eines undichten Daches. Ein Dachdecker sorgt dafür, dass das Dach über viele Jahre Wind und Wetter trotzen kann.

    Das ist besonders bei Übergängen eine große Herausforderung: Überall dort, wo die Dachfläche unterbrochen wird, sind besondere handwerkliche Fertigkeiten gefragt. An Dachfenstern, Gauben oder Schornsteinen muss der Dachdecker vor Ort spezielle Bauteile anfertigen und einbauen, damit auch dort die Dichtheit des Daches gewährleistet bleibt. Schließlich gehört auch die Dachentwässerung zu seinen Aufgaben: Das Anbringen von Regenrinnen und deren Anschluss an die Kanalisation ist Teil seines Handwerks.

    Bei der Dachhaut gibt es aber bereits eine große Vielfalt: Schieferdächer, Dachziegel aus Ton oder Dachsteine aus Beton in vielen Varianten, Trapezbleche, Flachdächer aus Bitumen oder Kunststoff und Kies oder Reet-Dächer – die Auswahl an möglichen Dacheindeckungen ist sehr groß. Jede Art der Dacheindeckung fordert aber ihre speziellen handwerklichen Kenntnisse. Bei einem ausgelernten Dachdecker können Sie diese voraussetzen.

    Bei den Fassaden sieht es nicht anders aus: Praktisch alles, was nicht verputzt oder verklinkert ist, fällt in den Aufgabenbereich der Dachdecker. Dazu gehört auch das korrekte Anbringen eines Wärmedämm-Verbundsystems. Bereits kleine Fehler in der Ausführung können hier schnell zu großen Schäden führen: Wenn beispielsweise eindringendes Wasser eine Dämmschicht durchfeuchtet, dann sind die Schimmelschäden im Innern des Gebäudes vorprogrammiert.

    Darüber hinaus kann Ihnen ein ausgelernter Dachdecker noch eine ganze Menge weiterer Kompetenzen anbieten:

    • Einbau von Dachfenstern
    • Einbau von Dachgauben
    • Einbau von Blitzableitern
    • Dachdecken mit Materialien aller Art
    • Vorbereiten und Durchführung einer Dachbegrünung
    • Reparaturen und Renovierung aller Art rund um Dach und Fassade.

    Dies sind aber immer noch die eher traditionellen Fertigkeiten dieses Gewerks. Der Dachdecker ist darüber hinaus auch der Ansprechpartner der Wahl, wenn Sie Ihr Gebäude fit für die Zukunft führen möchten.

    Was kostet ein Dachdecker: Vom Energiefresser zum Stromproduzent mit dem Dachdecker

    Ein ungedämmtes Haus ist ökologisch wie ökonomisch heute kaum noch zu rechtfertigen. Jeder Quadratmeter Dach und Fassade können, korrekt bearbeitet, bares Geld in die Kasse spülen. Mit professioneller Hilfe endet die Fassaden- und Dachsanierung sogar damit, dass Sie zum Stromproduzenten werden. Die Dachdecker von heute verstehen auch etwas von Solarthermie und Photovoltaik. Ein Facharbeiter für die Dachsanierung kann Ihnen alle Arten von Solarmodulen und Dach-Windkraftwerke so anbringen, dass Sie sogar zum Stromproduzenten werden. Zusammen mit einem kompetenten Elektriker haben Sie so Ihr Haus ökonomisch wie ökologisch auf die Höhe der Zeit gebracht.

    Was kostet ein Dachdecker: Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen

    Wie eingangs erwähnt, ist es sinnvoller die Kosten für das Dachdecken auf den Quadratmeter bearbeitete Fläche zu kalkulieren als auf einen Stundensatz. Es ist daher im Vorfeld erforderlich, dass Sie genau wissen, welche Arbeiten an Ihrem Haus durchzuführen sind. Häufig können Sie durch eine geschickte Auswahl an Materialien bereits viel Geld sparen. Alte Dachpfannen müssen beispielsweise, sofern sie noch intakt sind, nicht unbedingt komplett erneuert werden. Heute können auch schmutzige und verwitterte Dachpfannen durch moderne Reinigungs- und Beschichtungsverfahren wieder im neuen Glanz erstrahlen. Statt einer kompletten Dacheindeckung mit teurer Entsorgung der alten Dachziegel haben Sie so ein blitzeblankes Dach zu einem Bruchteil des Preises. Ihr Dachdecker kann Ihnen auch hierbei mit Sachverstand und Tatkraft zur Seite stehen.

    Aber bleiben wir zunächst bei dem Fall, dass Sie ein Dach neu aufbauen bzw. komplett austauschen müssen. Hier müssen Sie mit folgenden Kosten rechnen:

    – ggf. Entsorgungskosten: 10-15 Euro/qm

    – Arbeitslohn für einfache Beton-Dachpfannen (mit Material): 30 Euro/qm

    – Arbeitslohn für Standard-Dachpfannen aus gebranntem Ton (mit Material): 38 – 40 Euro/qm

    – Arbeitslohn für Schieferdächer (mit Material): 75 – 100 Euro/qm

    – Arbeitslohn für Reetdächer (mit Material): bis 160- 180 Euro/qm

    – Zwischensparrendämmung Einbau (mit Material): 30 – 50 Euro/qm

    Welches Material Sie für Ihr Dach verwenden möchten, sollten Sie mit dem Dachdecker absprechen. Hier ist guter Rat sehr wichtig: Natürlich ist ein Blechdach viel billiger als ein Schieferdach. Aber schauen Sie bitte nicht nur auf die Preise beim Einkauf: Regen auf einem Trapezblech kann einen Dachraum unerträglich laut werden lassen. Und in Sachen Langlebigkeit ist ein sauber eingebautes Schieferdach ungeschlagen: Hält ein Dachziegel aus Ton vielleicht 30-40 Jahre, ist ein Schieferdach 100 Jahre und länger dicht. Hier können Sie auch durch die richtige Wahl der Dacheindeckung eine ordentliche Wertsteigerung Ihres Hauses erreichen.

    TIPP: Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Rathaus über die örtlichen Bauvorschriften. Es ist nicht jede Dacheindeckung und Dachform an jedem Ort gestattet. Häufig schreiben die Gemeinden recht strikt vor, welcher kreative Rahmen Ihnen bei der Gestaltung Ihres Daches zusteht.

    Dachformen und ihre Auswirkungen auf die Preise

    Je einfacher ein Dach gebaut ist, desto preiswerter ist auch die Dacheindeckung. Als Dachformen gibt es:

    – Pultdächer

    – Satteldächer

    – Walmdächer

    – Eckdächer

    – Individuelle Dächer

    – Flachdächer

     

    Jeder weitere Einbau macht das Dach natürlich teurer. Übliche Einbauten in Dächer sind:

    – Dachfenster

    – Balkone

    – Gauben

    – Erker

    – Kamine

     

    Ein Pultdach ist eine einfache, schiefe Ebene. Die Außenmauern des Hauses werden einfach in unterschiedlicher Höhe abgeschlossen, die Schräge mit Sparren und Latten verbaut und anschließend eingedeckt. Ein Pultdach ist zwar sehr effizient, gefällt aber nicht jedem. Außerdem ist der Wetterschutz nur eingeschränkt gegeben, da das Schlagwasser an der höheren Seite ungebremst gegen die Fassade läuft.

    Satteldächer sind die ganz normalen Doppelschrägen-Dächer. Sie sind technisch für die Dacheindeckung keine Herausforderung und werden überall gleichermaßen akzeptiert.

    Bei Walmdächern werden die Spitzen des Satteldachs gebrochen. Diese Dachform sieht man im süddeutschen Raum häufig. Sie bieten ein gewisses optisches Extra, haben aber ansonsten keine Vorteile. Ihre Eindeckung ist natürlich etwas komplizierter.

    Flachdächer sind hingegen ein Sonderfall. Sie sind technisch sehr aufwändig zu gestalten, da auf ihnen das Wasser nur sehr schlecht abläuft. Stehendes Wasser ist aber immer sehr problematisch, da es früher oder später in den Baukörper eindringt. Hier benötigen Sie einen echten Fachspezialisten, um dauerhaft mit einem Flachdach Freude zu haben. Häufig ist der Neubau von Bauvorschriften aus diesem Grund verboten. Falls Sie einen alten Flachdach-Bungalow kaufen möchten, können Sie ihn in der Regel mit einem aufgesetzten Satteldach „entschärfen“.

     

    In Summe ergibt sich damit folgendes Bild:

    Billigstes Dach: Pultdach, Trapezblech-Eindeckung ohne Einbauten

    Teuerstes Dach: Individuell gestaltete Dachform mit zahlreichen Einbauten

    Es ist daher unmöglich hier eine Aussage darüber zu treffen, welche Kosten genau auf Sie zukommen. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten, dann minimieren Sie das Risiko einer bösen Überraschung!

    Bloß nichts selber machen! 

    Wir wollen Ihnen nicht grundsätzlich davon abraten, an Ihrem Hausbau selbst Hand anzulegen. Beim Dach sollten Sie aber wirklich alles den Profis überlassen. Arbeiten am Dach, selbst wenn es sich um Abriss und Entsorgung handelt, ist immer sehr gefährlich. Ausgebildete Dachdecker sind trainiert und haben das geeignete Werkzeug, um Abstürze zu vermeiden. Als Laie haben Sie auf einem Dach ganz einfach nichts verloren. An Ihrer Baustelle finden sich mit Sicherheit noch zahlreiche andere Gelegenheiten, wo Sie mit Eigenleistung ein paar Euro sparen können. Aber das Dach bleibt bitte für Sie tabu!

    TIPP: Sie können beispielsweise den Abraum vom alten Dach sauber sortieren. Je sauberer der Abraum sortiert ist, desto billiger wird für Sie die Entsorgung. Je nach Region können für 5 Kubikmeter unsortierter Baumischabfall bis zu 900 Euro Entsorgungskosten verursachen. Sauber getrennt, kostet das Entsorgen von alten Dachziegeln beispielsweise nur 200 Euro.

    Heute schon an morgen denken!

    Neben dem Dach und seiner Dämmung und Eindeckung ist ein weiteres Betätigungsfeld für den Dachdecker die Fassade. Dem Dachdecker ist es weitestgehend gleichgültig, welches Material er dabei verarbeitet. Für Sie kann es aber einen großen Unterschied machen – und das gilt bei Weitem nicht nur für die gewünschte Leistung Ihres Wärmedämm-Verbundsystems.

    Auf Dächern ist die Zwischensparren-Dämmung mit Mineralwolle heute weitestgehend Standard. An Fassaden werden jedoch auch heute noch sehr gerne Hartschaumplatten verwendet. Hier möchten wir Ihnen dazu raten, auf ökologisch unbedenkliche Dämmmaterialien wie Stein- oder Glaswolle auszuweichen. Die Kosten für die Entsorgung von Hartschaumplatten sind stark gestiegen und werden auch in Zukunft weiter steigen. Schon heute kann es passieren, dass Dachdeckerfirmen sich weigern einen Sanierungsauftrag anzunehmen, wenn die alte Fassade mit Hartschaum isoliert war. Vermeiden Sie sich und Ihren Erben diesen unnötigen Ärger und setzen Sie auf einen unbedenklichen Dämmstoff. Ihr Dachdecker-Fachbetrieb berät Sie in diesem Punkt gerne.

    Was kostet ein Dachdecker: Dachentwässerung, Blitzschutz, Zierrat und Anbauten

    Der Dachdecker kümmert sich praktisch um alles, was auf und am Dach ist. Neben der Dacheindeckung und der Verschalung des Schornsteins ist auch der Einbau von Dachrinnen, dem Blitzableiter und aller anderen Komponenten seine Aufgabe. Ein schönes Wetterkreuz gibt Ihrem Dach eine romantische Note. Ihr Schornsteinfeger wird sich über einen sicheren Aufgang zum Kamin freuen. In Regionen mit ausgeprägtem Winterwetter sind Schneefänge teilweise Vorschrift. Dies und mehr fällt alles in den Verantwortungsbereich des Dachdeckers. Lassen Sie sich daher gründlich beraten. Es ist immer besser, alles im Vorfeld zu planen anstatt am fertigen Dach nachzubessern. Diese Extras können berücksichtigen, was kostet ein Dachdecker.

    MeinDach – Ihr schneller Weg zum perfekten Dach

    Wir hoffen, Sie konnten durch uns einen kleinen Überblick erhalten. Ein Dach zu bauen oder zu sanieren ist eine Aufgabe, die Sie Profis überlassen sollten. Wir arbeiten mit den besten und zuverlässigsten Betrieben zusammen und lassen Sie nicht „im Regen stehen“.

    Nutzen Sie unseren MeinDach Angebots-Assistent. Mit diesem Tool haben Sie alle wichtigen Fragen rund um was kostest ein dachdecker im Blick. Unsere Partnerbetriebe können Ihnen so ein individuelles und stets faires Angebot machen. Das Angebot ist wie immer kostenlos für Sie.

    Unsere Partnerbetriebe können Ihnen bei jeder Frage rund um Ihr Dachprojekt helfen: Vom einfachen Auffrischen und neuem Anstrich bis zur Komplettsanierung mit Entsorgung und energetischer Aufrüstung: Wir finden den passenden Betrieb in Ihrer Nähe.

    Als MeinDach-Partner kommen ausschließlich Deutsche Meisterbetriebe in Frage. Ich-AGs und Hausmeister-Services mögen gute Leistung bringen – wir vertrauen aber lieber auf die zertifizierte Kompetenz und ein interessantes Portfolio an Referenzen. MeinDach-Partnerbetriebe haben uns grundsätzlich im Vorfeld überzeugen können. So können wir Ihnen vertrauensvoll stets den idealen Meisterbetrieb für Ihr Dachprojekt vermitteln.

    Dachfenster einbauen: Kosten, Anbieter und Förderung

    Dachfenster einbauen bringt verschiedenste Vorteile mit sich, aber auch Kosten. Allerdings überwiegen in der Regel die Vorteile. Denn tauschen Sie alte Dachfenster gegen moderne Fenster aus, reduzieren Sie den Energieverbrauch und erhöhen den Wohnkomfort. Zusätzlich unterstützen Förderprogramme des Bundes den Austausch im Rahmen einer energetischen Sanierung finanziell. Sobald Sie ein Dachfenster einbauen, kann ein Raum besser durchlüftet werden und eine zusätzliche Fensterfläche sorgt für mehr natürlichen Lichteinfall. Die Montage-Kosten für den Dachfenstereinbau sind verhältnismäßig gering.

    Dachfenster einbauen: Kosten im Überblick

    Die Gesamtkosten für die Dachfenstermontage werden durch verschiedenste Einzelkosten beeinflusst. Die höchsten Kosten verursacht der Kauf des Dachfensters. Die Montagekosten sind bei allen Fenstertypen ähnlich hoch und erhöhen sich mit der Größe des Fensters nur unmerklich.

    Neben dem Kaufpreis fallen die Montagekosten sowie Kosten für eventuell erforderliche Trockenbauarbeiten und die Dämmung im Bereich des Fensters an. Beim Austausch eines Dachfensters muss eventuell die alte Dämmung entsorgt werden.

    Bei den nachfolgenden Kostenangaben handelt es sich um Durchschnittspreise für Dachfenster in der Standardgröße von 94 x 140 Zentimetern. Für das Dachfenster mit Balkonfunktion wurde die kleinste Variante mit 94 x 252 Zentimetern als Beispiel verwendet.

     

    Fenstertyp Kaufpreis Fenster Montage Trockenbauarbeiten Dämmung Gesamtpreis
    klassische Schwingfenster ca. 550 Euro ca. 400 Euro ca. 300 Euro ca. 150 Euro ca. 1.400 Euro
    Schwingfenster mit erhöhter Drehachse und Verlängerung ca. 1.300 Euro ca. 500 Euro ca. 400 Euro ca. 200 Euro ca. 2.400 Euro
    Klapp-Schwingfenster ca. 1.100 Euro ca. 400 Euro ca. 300 Euro ca. 150 Euro ca. 1.950 Euro
    Dachfenster mit Balkonfunktion ca. 2.900 Euro ca. 600 Euro ca. 400 Euro ca. 200 Euro ca. 4.100 Euro

    Wie diese Tabelle zeigt, unterscheiden sich die Kosten am deutlichsten bei der Anschaffung der Fenster. Die für Montage, Trockenbauarbeiten und Dämmung kalkulierten Kosten bewegen sich bei allen Fenstertypen auf einem ähnlichen Niveau. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Fenstertypen finden Sie in unserem Ratgeber „Dachfenster-Arten für jede Anforderung„.

    Die fachgerechte Montage besitzt vor allem beim Neu-Einbau eines Dachfensters einen besonders hohen Stellenwert. Denn durch das Ausschneiden der Fensteröffnung greifen Sie direkt in die Dachkonstruktion und deren Statik ein. Daher sollten Sie immer einen Dachdecker-Meisterbetrieb mit dem Dachfenster einbauen beauftragen.

    Dachfenster selber einbauen – ist das zu empfehlen?

    Besitzen Sie handwerkliche Erfahrung in diesem Bereich und soll ein altes Fenster gegen ein modernes Fenster in gleicher Größe ausgetauscht werden, können Sie ein Dachfenster selber einbauen. Allerdings ist dies immer mit Risiken verbunden. Vor allem bei der Dämmung sind Wärmebrücken durch eine nicht fachlich korrekte Dämmung immer ein Risiko. Die Folge ist nicht nur eine reduzierte Energieeffizienz, sondern auch die Gefahr der Schimmelbildung. Tritt Schimmel auf, liegen die Folgekosten weit über der Einsparung der Montagekosten.

    Kommt es durch einen fehlerhaften Einbau zu Folgeschäden, erlischt der Garantieanspruch seitens des Fenster-Herstellers. Im Falle eines Problems mit der Dichtigkeit und Schäden infolge eines Unwetters kann es sein, dass der Versicherer den unsachgemäßen Einbau bemängelt und keinen Schadenersatz leistet. Die steuerliche Absetzbarkeit der Handwerker-Kosten ist ebenfalls nicht möglich. All dies reduziert die Kosteneinsparung im Bereich der Montagekosten spürbar.

    Sind Änderungen an der Dachkonstruktion erforderlich, sollten Sie den Einbau der Dachfenster keinesfalls selbst durchführen sondern immer von einem erfahrenen Spezialisten durchführen lassen.

    Neue Dachfenster einbauen

    Der Einbau neuer Dachfenster erfordert umfangreiche Arbeiten im Bereich der Dacheindeckung sowie an der Unterkonstruktion. Daher ist es wesentlich sicherer und zumeist langfristig kostengünstiger, wenn Profis die Dachfenster einbauen.

    Sie würden gerne anstelle eines alten Dachfensters große und aus mehreren Elementen bestehende Dachflächenfenster einbauen? In diesem Fall handelt es sich trotz Austausch um eine sehr großzügige Erweiterung der Fensterfläche und um den Neueinbau eines Dachfensters. Daher sollten Sie auch in dieser Situation einen darauf spezialisierten Meisterbetrieb beauftragen.

    Wie lange dauert der Einbau eines Dachfensters?

    Ein erfahrener Dachdecker-Meisterbetrieb benötigt für den Einbau der Dachfenster zwischen einem halben und zwei Tagen. Die Dauer hängt von den erforderlichen Vorarbeiten, der Größe der Dachfenster sowie vom Modell ab. Ein normales Standardfenster erfordert zumeist einen Aufwand von vier bis fünf Stunden. Der Einbau großer Dachfenster oder von Dachfenstern mit Balkonfunktion erfordert bis zu zwei Tage.

    Folgende Arbeitsschritte sind für den Dachfenster Einbau eines neuen Fensters erforderlich. Beim Austausch eines bereits bestehenden Dachfensters in gleicher Größe sind zumeist nur die letzten beiden Arbeitsschritte nötig.

    • Entfernen der Dacheindeckung im Fensterbereich
    • Öffnung der Einbaufläche und entfernen der Dämmung
    • Bei Bedarf werden Dachsparren gekürzt und Hilfssparren eingesetzt
    • Dachfenster einbauen – mithilfe eines Eindeckrahmens und entsprechender Montagewinkel
    • Dämmen und Rahmen abdichten und die Dacheindeckung schließen

    Wer darf Dachfenster einbauen?

    Dachfenster werden immer von darauf spezialisierten Experten eingebaut. Dies kann der Dachdecker-Fachbetrieb sein oder ein Fensterbauer. Beide verfügen über die für die Dachfenster Montage erforderliche Erfahrung und vor allem das Know-how.

    Sind Arbeiten an der Holzkonstruktion erforderlich, hängt es vom Umfang der erforderlichen Maßnahmen ab, ob zusätzlich ein Zimmermann hinzugezogen wird.

    Dachfenster einbauen Kosten: KfW-Förderung und Dachfenster einbauen

    Handelt es sich beim Dachfenster einbauen um eine energetische Maßnahme, indem Sie alte Fenster gegen neue austauschen, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz Ihres Eigenheims. Es handelt sich um eine förderungswürdige Einzelmaßnahme. Aber auch andere Maßnahmen wie beispielsweise der Umbau zum altersgerechten Wohnen werden mit günstigen KfW-Krediten oder Investitionszuschüssen gefördert.

    In der nachfolgenden Auflistung finden Sie alle förderungswürdigen Maßnahmen einschließlich der entsprechenden Förderprogramme der KfW-Förderbank. Detaillierte Informationen zu den Förderprogrammen erhalten Sie auf der Website der KfW-Bank.

    KfW-Programm Bezeichnung Förderungsart Maßnahme
    Programm 151/152 Energieeffizientes Sanieren Kredit Austausch alter Dachfenster
    Programm 159 Umbaumaßnahmen altersgerechtes Wohnen Kredit Einbau altersgerechter Bedienungs- und Antriebssysteme an Fenstern und Rollläden
    Programm 430 Energieeffizientes Sanieren Investitionszuschuss Modernisierung alte Dachfenster
    Programm 455-E Einbruchschutz Investitionszuschuss Einbau von Rollläden
    Programm 455-B Reduzierung von Barrieren Investitionszuschuss Einbau altersgerechter Systeme zur Bedienung und zum Antrieb an Fenstern und Rollläden

    Ergänzend zur KfW-Förderung bieten die einzelnen Bundesländer noch zusätzliche Fördermaßnahmen wie beispielsweise in Bremen mit der Maßnahme Bremer Modernisieren (https://bremer-modernisieren.de/Waermeschutz.html).

    Ihr Dachdecker-Meisterbetrieb berät Sie gerne über die für Ihre individuelle Situation möglichen Fördermaßnahmen und unterstützt Sie bei der Antragstellung.

    Dachfenster einbauen mit dem Profi

    Wenn Laien Dachfenster einbauen, ist dies immer mit Risiken verbunden. Da die Kosteneinsparung durch den Selbsteinbau verhältnismäßig gering ist, sollten Sie immer einen erfahrenen Dachdecker-Meisterbetrieb mit dieser Arbeit beauftragen. Die Experten von MeinDach unterstützen Sie dabei und finden für Sie den deutschen Fachbetrieb in Ihrer Nähe, der für Sie diese Aufgabe in qualitativ hochwertiger Ausführung übernimmt. MeinDach arbeitet bundesweit mit über 2.000 deutschen Dachdecker-Meisterbetrieben zusammen und kennt durch die MeinDach-Zertifizierung die Qualität und Leistungsfähigkeit der Unternehmen.

    dachsanierung

    Dachsanierung Kosten 2024: Der ultimative Ratgeber

    Was darf eine Dachsanierung kosten? Der ultimative Ratgeber rund um das Thema Dachsanierung 

      Dieser Ratgeber liefert Ihnen auf viele Fragen rund um das Thema Dachsanierung und Kosten in 2024 , umfangreiche Informationen sowie Hinweise zu Quellen mit weiterführenden Informationen. Sie erfahren, wann eine Dachsanierung sinnvoll ist oder woran Sie erkennen, dass Ihr Dach saniert werden muss. Wichtige Hinweise, wie Sie die Kosten reduzieren und worauf Sie bei der Dachsanierung achten müssen, lesen Sie in diesem Ratgeber ebenfalls.

      Weitere Themen sind die finanziellen Vorteile nach der Dachsanierung oder mit welchen Förderungen Sie rechnen können. Im ersten Teil finden Sie wichtige grundlegende Informationen zur Dachsanierung. Die Kosten behandelt der Ratgeber im zweiten Teil ausführlich.

      Das wird eine Dachsanierung 2024 kosten

      Die durchschnittlichen Kosten für eine Dachsanierung bewegen sich in Deutschland im Bereich von 330 Euro pro Quadratmeter. Wobei verschiedenste Faktoren diese durchschnittlichen Kosten beeinflussen. Abhängig von den erforderlichen Maßnahmen, der Region in der Sie leben, der Dachform und der Dacheindeckung können Sie für Ihre Dachsanierung mit Kosten von 260 bis 400 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. Bei einer durchschnittlichen Dachfläche von 150 Quadratmetern ergeben sich für die Dachsanierung Kosten von ungefähr 39.000 bis 60.000 Euro.

      Abhängig vom Umfang der Dachsanierung können sich folgende Kosten pro Quadratmeter inklusive Material- und Handwerkerkosten ergeben:

      Kostenart Kosten pro Quadratmeter
      Dacheindeckung 200 – 250 Euro
      Dachstuhl 50 – 80 Euro
      Dämmung 15 – 55 Euro

      Dies sind jedoch nur die reinen Dachsanierungskosten. Hinzu kommen noch Vorarbeiten wie der Abriss des alten Dachstuhls, sofern dieser erneuert werden muss oder die Entsorgung alter Dacheindeckungen oder asbesthaltiger Materialien.

      Weitere Kostenfaktoren sind der Einbau neuer Dachfenster, die Erneuerung der Dachentwässerung

      sowie Kosten für den Rückbau eines Schornsteins, sofern Sie diesen nicht mehr benötigen.

      Kostenart Kosten
      Austausch oder Neueinbau Dachfenster 1.100 – 4.000 Euro
      Dachentwässerung 50 Euro pro Meter
      Schornstein Rückbau 800 – 1.500 Euro
      neuer Schornstein 200 – 300 Euro pro Meter
      Zusatzkosten neuer Schornstein 500 – 1.000. Euro

      Die Zusatzkosten für den neuen Schornstein setzen sich aus dem dafür erforderlichen Dachdurchbruch, den Dachanschluss sowie die Installation der Abdeckung und der Reinigungsklappe zusammen.

      Unterschiede zwischen Dachsanierung und Reparatur

      Eine Renovierung und die Sanierung eines Daches unterscheiden sich durch das Ziel der Maßnahme. Bei einer Renovierung führen Sie umfangreichere Reparaturen durch. Sie beheben Schäden und tauschen im Rahmen von Schönheitsreparaturen optisch nicht mehr ansprechende Komponenten gegen neue Produkte aus.

      Bei der Sanierung kombinieren Sie Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten. Dies bedeutet beispielsweise bei der Dachsanierung den Einbau einer leistungsfähigeren Dämmung oder den Austausch alter Dachfenster gegen moderne und wesentlich effizientere Produkte.

      Welche Maßnahmen umfasst eine Dachsanierung?

      Wie umfangreich die Dachsanierung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem sehr alte und wenig gepflegte Dächer benötigen in der Regel eine Komplettsanierung, die häufig den Dachstuhl miteinbezieht. Die Ursache dafür sind in vielen Fällen deutlich sichtbare Alterungsspuren am Dachstuhl in Form von durchfeuchteten oder mit Schimmel besetzten Stellen. Sogar morsche Balken finden sich immer wieder in einer auf den ersten Blick optisch einwandfreien Dachkonstruktion. Vor allem in nicht ausgebauten, unbeheizten und oft schlecht durchlüfteten Dachgeschossen alter Immobilien ist das Risiko solcher Schäden hoch. Denn im Verlauf der Jahrzehnte konnten Feuchtigkeit eindringen, Schädlinge den Dachstuhl befallen oder es bildeten sich Schimmelpilze. Daher sollten Sie vor der Dachsanierung und der Kosten-Kalkulation den Dachstuhl von einem Experten ausführlich begutachten lassen. Ein erfahrener Dachdecker-Meisterbetrieb führt diese umfangreiche Begutachtung automatisch vor der Erstellung des Angebotes durch.

      Ist der Dachstuhl in Ordnung und ausreichend tragfähig für die neue Dacheindeckung, konzentrieren sich die Maßnahmen der Dachsanierung auf die mehrschichtig aufgebaute Dachhaut. Diese besteht beim Steildach aus verschiedenen Komponenten:

      Dämmung – zu altes Dämmmaterial sollte im Rahmen der Dachsanierung ausgewechselt werden. So profitieren Sie nachhaltig von der Leistungsfähigkeit moderner Dämmmaterialien.

      Konterlattung einschließlich der darunter liegenden Schalung in Form von Unterdeckbahnen oder Unterspannbahnen.

      Dachlattung zur Befestigung der Dachpfannen

      Dachabdichtung – bestehend aus einer Dacheindeckung aus Dachpfannen, Metallplatten oder Schiefer

      Entwässerungssystem zur Dachentwässerung sowie Belüftungssysteme werden in der Regel bei der Dachsanierung für eine optimale Funktionalität an die neue Dacheindeckung angepasst.

      Was eine Dachsanierung kosten wird, ist abhängig vom Umfang der erforderlichen Maßnahmen und ergibt sich aus dem Zustand der einzelnen Komponenten.

      Detaillierte Informationen zur professionellen Planung einer Dachsanierung lesen Sie im Beitrag „Checkliste Dachsanierung„.

      Weist Ihre Immobilie ein Flachdach auf, muss ebenfalls die gesamte Dachkonstruktion einer umfassenden Prüfung unterzogen werden. Besondere Aufmerksamkeit erfordert bei Flachdächern der Zustand der für die Abdichtung verwendeten Materialien. Beauftragen Sie ausschließlich einen Dachdecker-Meisterbetrieb, der nachweislich über umfangreiche Erfahrung bei der Flachdachsanierung besitzt.

      Wann ist eine Dachsanierung erforderlich?

      Die Lebensdauer von Dächern beträgt mehrere Jahrzehnte. Doch irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, über eine Dachsanierung nachzudenken. Denn zeigen sich im Gebäude erste Schäden, ist es für eine Dachsanierung zu Kosten, die vertretbar sind, meist zu spät. Daher sollten Sie die Dachsanierung zum richtigen Zeitpunkt ansetzen. Nur so verhindern Sie teure und vor allem vermeidbare Folgeschäden.

      Unterziehen Sie Ihr Dach einer regelmäßigen Dachinspektion, wird Sie Ihr Fachbetrieb auf eine erforderliche Dachsanierung aufmerksam machen. Berücksichtigen Sie, dass viele Versicherungen den Nachweis einer regelmäßigen Dachinspektion fordern.

      Die häufigsten Gründe für eine komplette Dachsanierung

      Zumeist sind es 40 bis 50 Jahre alte Immobilien, bei denen Sie mit einer Dachsanierung rechnen müssen. Aber auch jüngere Immobilien können bei nicht fachgerechter Verarbeitung der einzelnen Komponenten zum Sanierungsfall werden. Es gibt 7 eindeutige Zeichen, die darauf hinweisen, dass mindestens eine Reparatur erforderlich ist. Oft bleibt es jedoch aufgrund des Umfangs nicht dabei und Sie müssen kurz- oder mittelfristig eine Dachsanierung planen:

      1. Feuchtigkeit dringt durch das Dach ein und zeigt sich durch Wasserflecken und feuchte Stellen an der Dachkonstruktion und/oder der Dämmung
      2. Schimmelbildung im Bereich der Unterkonstruktion und/oder der Dämmung oder Dachlattung
      3. Umfangreiche Sturmschäden mit eingedrungener Feuchtigkeit erfordern oft Sanierungsmaßnahmen, wenn die Schäden nicht zeitnah entdeckt und repariert werden.
      4. Die Dacheindeckung weist großflächig Sprünge und kleinere Risse sowie starken Grünbewuchs auf
      5. Das gesamte Dach wirkt schief und die Unterkonstruktion weist morsche Stellen auf
      6. Defekte Dachentwässerung ist vor allem auf dem Flachdach mit großen Risiken verbunden
      7. Das Dach ist älter als 25 – 30 Jahre

      Trifft eines dieser Anzeichen auf Ihr Dach zu, sollten Sie sich unbedingt an einen kompetenten Dachdecker-Fachbetrieb wenden.

      Situationen, die keine Dachsanierung erfordern

      Obwohl die nachfolgenden Situationen in der Regel keine umfangreichere Dachsanierung erfordern, sollten Sie auf jeden Fall die Reparatur des Schadens sehr zeitnah beauftragen. Denn nicht reparierte Schäden führen häufig zu umfangreichen Schädigungen des Daches. Die Folge sind eine frühzeitig erforderliche Dachsanierung und Kosten, die wesentlich höher sind als die Reparaturen der ursächlichen Schäden.

      Eine zu geringe Dachneigung kann witterungsbedingt zu losen oder verschobenen Dachpfannen führen. Die Ursache dafür hohe Soglasten durch den flachen Winkel der Dachneigung. Diesen Belastungen hält die Dacheindeckung schwach geneigter Dächer oft nicht stand. Achten Sie bei solchen Dächern unbedingt auf eine zuverlässig dichte Unterdeckung, die verfalzt, verschweißt oder verklebt ist. Sie verhindert zuverlässig das Eindringen von Nässe.

      Unwetter führen allerdings auch bei normal geneigten Dächern immer wieder dazu, dass sich Teile der Dacheindeckung lösen oder verschieben. In diesen Fällen handelt es sich um kleine und sehr kostengünstige Reparaturmaßnahmen. Vor allem bei älteren Dachziegeln erhöht sich allerdings das Risiko, bei nasser Witterung und starkem Frost zu reißen oder sogar zu brechen. Dafür ist die poröse Grundstruktur alter Dachziegel verantwortlich, deren Schutzschicht immer mehr durch die Witterung abgetragen wurde. Dadurch nehmen die verwitterten Oberflächen höhere Feuchtigkeitsmengen auf. Tritt starker Frost auf, dehnt sich die Feuchtigkeit und es bilden sich Risse bis hin zu großen Sprüngen. Führen Sie daher regelmäßig im Frühjahr eine Dachinspektion durch, um diese Schäden schnell zu beheben.

      Abdichtungen oder Abdeckbleche können im Verlauf der Jahre durch die Witterung undicht werden oder sie lösen sich. Auch hier zeigt die regelmäßige Dachinspektion durch einen Dachdecker-Fachbetrieb ihre Vorteile, da dadurch Kleinschäden schnell erkannt und beseitigt werden können.

      Kosten Dachsanierung abhängig von Dachform und Dacheindeckung

      In welchem Bereich sich bei Ihrer Dachsanierung die Kosten bewegen, hängt auch von der Dachform und der ausgewählten Dacheindeckung ab. Nachfolgend informieren wir Sie über die durchschnittlichen Kosten der Dachsanierung bei unterschiedlichen Dachformen und Dacheindeckungen. Dafür wurden die sechs beliebtesten Dachformen und fünf häufig eingesetzte Dacheindeckungen als Kosten-Beispiele ausgewählt.

      Kosten pro Quadratmeter für die Dacheindeckung

      Der Großteil der für die Dachsanierung berechneten Kosten sind die Handwerkerkosten inklusive der Kosten für Nebenmaterialien, Werkzeuge und Gerüstbau. Die Dacheindeckung ist eine wichtige Stellschraube, um die Dachsanierung und deren Kosten positiv zu beeinflussen, ohne auf eine hohe Qualität verzichten zu müssen.

      Material Preis pro qm Beispiel: Kosten für Dachfläche mit 150 qm
      Bitumenbahn, Stahlblech, Aluminium 15 – 30 Euro 2.250 – 4.500 Euro
      Dachstein aus Beton 15 – 30 Euro 2.250 – 4.500 Euro
      Dachziegel aus Ton 25 – 50 Euro 3.750 – 7.500
      Schiefer 70 – 140 Euro 10.500 – 21.000 Euro
      Reet 100 – 150 Euro 15.000 – 22.500

      Wie bei allen Angaben zu den Kosten handelt es sich auch hier nur um durchschnittliche und auf Erfahrungen basierende Preisangaben. Über die Details zu den Kosten ist ein Beratungsgespräch mit einem Dachdecker-Fachbetrieb erforderlich.

      Auswirkung der Dachform auf die Kosten

      Wie groß die Dachfläche einer Immobilie ist, hängt von der Dachform ab. Denn während ein normales Satteldach nur über zwei Dachflächen verfügt, sind es beim Zeltdach vier Dachflächen. Dadurch sind die Kosten für die Dacheindeckung beim Zeltdach deutlich höher als beim einfachen Satteldach.

      Die nachfolgenden Angaben berücksichtigen Dächer ohne Gauben. Weist ein Dach einfache Gauben auf, wirkt sich dies auf die Kosten für die Dacheindeckung kaum aus. Anders gestaltet sich die Situation jedoch bei Sonderformen. Hier erhöhen sich die Kosten um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur Eindeckung eines normalen Satteldaches.

      Zu diesen Gauben zählen vor allem die

      • Spitzgaube,
      • Walmdachgaube,
      • Trapezgaube und die
      • Fledermausgaube.

      Kosten Satteldach

      Das Satteldach ist funktionell und einfach aufgebaut und besteht aus zwei aufeinander zulaufenden Dachflächen. Neben seiner Funktionalität zählt das Satteldach zu den günstigsten Dachformen, da Grund- und Dachfläche in einem sehr günstigen Verhältnis stehen.

      Kosten Walmdach

      Walmdächer sind sehr beliebt und optisch besonders ansprechend. Da Sie jedoch vier Dachflächen aufweisen, liegen die Kosten für die Dacheindeckung ungefähr 50 Prozent über den Kosten für das Satteldach.

      Eine Variante des Walmdachs ist das Krüppelwalmdach mit giebelseitig verkürzten Dachflächen. In diesem Fall liegen die Kosten ungefähr 30 Prozent über dem Investitionsaufwand für ein Satteldach.

      Kosten Mansarddach

      Ein Mansarddach wirkt prächtig und optisch attraktiv. Zusätzlich erhöht sich beim Walmdach die verfügbare Nutzfläche im Dachgeschoss. Allerdings zählt es auch zu jenen Dachformen, die die höchsten Kosten verursachen. Kalkulieren Sie für die Kosten der Dacheindeckung ungefähr 30 bis 40 Prozent mehr als für ein Satteldach.

      Kosten Zeltdach

      Eine weitere aufwendig konstruierte Dachform ist das Zeltdach oder Pyramidendach mit vier gleich großen Dachflächen. Drei Dachflächen kommen nur bei kleinen Grundflächen wie Türmen zum Einsatz. Durch den hohen Bedarf an Material für die Dacheindeckung liegen die Kosten ungefähr 50 Prozent über jenen für das Satteldach.

      Kosten Pultdach

      Pultdächer setzen moderne Akzente und sind ein attraktives und funktionelles Gestaltungselement. Durch die geringe Dachfläche sind die Kosten für die Dacheindeckung um ungefähr 30 Prozent geringer als für ein Satteldach.

      Kosten Flachdach

      Das Flachdach zählt zu den preisgünstigsten Dachformen. Allerdings ist es von größter Bedeutung, dass Flachdächer ausschließlich von darauf spezialisierten Dachdecker-Fachbetrieben ausgeführt werden. Für die Flachdach-Abdichtung kalkulieren Sie, abhängig vom verwendeten Material, ungefähr 40 Euro pro Quadratmeter.

      Handwerkerkosten bei einer Dachsanierung

      Die Kosten für Handwerker sind sehr unterschiedlich. Bei deutschen Dachdecker-Meisterbetrieben ergibt sich ein Großteil der Preisunterschiede durch die regional angepasste Preisgestaltung.

      Anders ist die Situation im hart umkämpften Markt der Billiganbieter. Hier handelt es sich vorwiegend um sogenannte Allround-Handwerker oder ausländische Unternehmen, die über Haustürgeschäfte versuchen, Aufträge für Dachsanierungen zu erhalten. Bei diesen Unternehmen ist das Fachwissen nicht in dem Maße ausgeprägt, wie bei einem Dachdecker-Fachbetrieb. Vor allem Unternehmen mit Sitz im Ausland, die Dachsanierungen aktiv an der Haustüre akquirieren, liefern erfahrungsgemäß eine qualitativ zweifelhafte Qualität. Die Folgen sind oft eine sehr mangelhaft durchgeführte Dachsanierung zu Kosten, die schlussendlich weit über den Gesamtkosten eines deutschen Fachbetriebs liegen.

      Setzen sie in erster Linie auf die Kompetenz eines anerkannten deutschen Dachdecker-Meisterbetriebs, der auf die Qualität seiner Leistungen setzt.

      Vorteile der Dachsanierung

      Bei der Dachsanierung setzen Sie nicht nur das Dach instand und verhindern dadurch Schäden am Gebäude durch eindringende Feuchtigkeit. Sie verleihen Ihrem Dach zusätzliche Leistungsfähigkeit. Dafür isolieren Sie es mit modernen Dämmmaterialien und erhöhen somit die Energieeffizienz Ihres Hauses. Dies wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch für das Heizen und Kühlen aus. Moderne Dacheindeckungen bieten jedoch noch zusätzlichen Nutzen. Denn Dachsteine aus Beton reduzieren beispielsweise die eindringenden Lärmemissionen um bis zu drei Dezibel. Vor allem in lärmbelasteten Lagen ist dies für die Hausbewohner ein sehr großer Vorteil. Durch hochwertige Engoben und Glasuren weisen moderne Dachpfannen einen selbstreinigenden Effekt auf und das Haus wirkt mit einer neuen Dacheindeckung optisch attraktiver.

      Es gibt jedoch noch mehr Vorteile einer Dachsanierung. Dies betrifft vor allem den Werterhalt Ihrer Immobilie und die Wertsteigerung im Fall eines geplanten Verkaufs. Befinden Sie sich in dieser Situation, sollten Sie eine Dachsanierung und deren Kosten in Kauf nehmen. Denn in der Regel profitieren Sie davon auf jeden Fall.

      – Ein neu saniertes Hausdach vermittelt einen gepflegten und modernen Eindruck und fördert das Vertrauen der Interessenten in die Immobilie.

      – Potenzielle Käufer akzeptieren für eine gepflegte Immobilie höhere Kaufpreise

      – Die optische Attraktivität eines Hauses verkürzt die Verkaufszeit und erhöht somit für Sie die Kapitalverfügbarkeit.

      In unserem Ratgeber „Dachsanierung vor dem Hausverkauf“ finden Sie alle wichtigen Informationen zu diesem Thema.

      So können Sie Kosten bei der Dachsanierung sparen

      Der wichtigste Punkt, um bei der Dachsanierung die Kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten, ist eine gute Planung und die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Dachdecker-Meisterbetrieb. Genauso wichtig ist der Einsatz hochwertiger Materialien. Denn die Investition in die Dachsanierung wirkt über den reinen Sanierungszeitpunkt hinaus. Lassen Sie sich keinesfalls von Billig-Angeboten überzeugen. Denn so verlockend diese oft sind, so mangelhaft zeigen sich bereits kurze Zeit später die ausgeführten Arbeiten und verwendeten Materialien.

      Eine Dachsanierung und deren Kosten sollten Sie immer zukunftsorientiert betrachten. Denn jede Reparatur, die aufgrund billiger Dacheindeckungen und anderem Billigmaterial in den nächsten fünf bis 20 Jahren erforderlich ist, erhöht die ursprünglichen Kosten. Eine vielleicht teurere aber effektivere Wärmedämmung spart genauso langfristig Kosten wie hochwertige Dachfenster oder die Dacheindeckung eines renommierten Herstellers, der eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren und länger garantiert. Vorausgesetzt, die Materialien wurden fachgerecht verarbeitet.

      Folgende Fehler führen immer wieder zu hohen Folgekosten nach der Dachsanierung:

      • Dachsanierung wird nicht professionell geplant
      • Viele Immobilienbesitzer überschätzen den Anteil der Eigenleistung
      • mangelhaft ausgeführte Dämmung führt zu Feuchteschäden
      • fehlerhafte Ausführung der luftdichten Ebene beim Flachdach verursacht Schimmel
      • unzureichende Dachdämmung erreicht nicht den erforderlichen EnEV-Wert

      Wie Sie eine Dachsanierung professionell planen und gemeinsam mit einem Dachdecker-Meisterbetrieb ausführen, das verrät Ihnen der Ratgeber zum Thema „Kosten sparen bei der Dachsanierung„.

      Diese Faktoren wirken sich auf die Dachsanierung und die Kosten aus

      Die erforderlichen Maßnahmen zur Dachsanierung und die Kosten stehen in engem Zusammenhang. Allerdings wirken sich nicht nur die erforderlichen Arbeiten auf die Gesamtkosten aus. Es gibt auch positive Aspekte wie die steuerliche Absetzbarkeit und günstige Fördermodelle.

      • steuerliche Absetzbarkeit als Erhaltungskosten bei vermieteten Immobilien
      • als Selbstnutzer der Immobilie können Sie die Handwerksleistungen steuerlich berücksichtigen
      • Förderungen der KfW-Bank und anderer Institutionen

      Diese drei wichtigen Punkte sollten Sie bei der Planung der Dachsanierung und der Kosten-Kalkulation berücksichtigen. Alle Details dazu lesen Sie bitte im Ratgeber „Renovierungskosten am Dach steuerlich absetzen„.

      Fördermaßnahmen unterstützen Sie bei der Dachsanierung finanziell

      Die KfW-Bank bietet mehrere attraktive Förderprogramme, um die finanzielle Belastung einer Dachsanierung, und somit die Kosten für Sie als Auftraggeber, zu reduzieren. Bei der reinen Dachsanierung ist vor allem die Einzelmaßnahme Dämmung der Programme 151/152 sowie 430 von Interesse. Bauen Sie zeitgleich das bisher unbeheizte Dachgeschoss so aus, dass keine eigene Wohneinheit entsteht, erhalten Sie über das KfW-Förderprogramm 159 einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 50.000 Euro.

      KfW-Programm Bezeichnung Förderungsart Maßnahme
      KfW-Programm 430 Energieeffizient sanieren Einzelmaßnahme Investitionszuschuss bis 10.000 Euro Austausch Dachfenster und Dachdämmung
      KfW-Programm 151/152[ Energieeffizient sanieren Einzelmaßnahme Kredit bis 50.000 Euro Austausch Dachfenster und Dachdämmung
      Kfw-Programm 159 Umbaumaßnahmen altersgerechtes Haus Kredit bis 50.000 Euro Neu-Ausbau Dachgeschoss

      Berücksichtigen Sie bei der Beantragung der Förderungen die steuerliche Absetzbarkeit Ihrer Maßnahmen. Denn nicht immer sind beide Modelle kombinierbar. Ihr Dachdecker-Fachbetrieb unterstützt Sie jedoch gerne bei der Entscheidung und berät Sie zur für Sie günstigsten Lösung.

      Wie hoch ist die Kosteneinsparung nach der Dachsanierung?

      Eine zum richtigen Zeitpunkt durchgeführte Dachsanierung spart auf jeden Fall hohe Kosten. Denn irgendwann liegt die Summe an Reparaturen, und die damit verbundenen und oft zu spät entdeckten Schäden, über der Investitionssumme für die Dachsanierung. Diese Kosten, die durch die Sanierung eingespart werden können, bewegen sich in einem nicht unbeträchtlichen Rahmen. Zum Glück lässt es kein Hausbesitzer soweit kommen und investiert zeitgerecht in die Dachsanierung einschließlich einer energieeffizienten Dämmung. In der Regel werden auch alte Dachfenster gegen neue und gut isolierte Fenster ausgetauscht. All dies bringt auf jeden Fall Vorteile. Doch wie hoch ist die Kosteneinsparung tatsächlich?

      Wissenschaftliche Belege für das Einsparungspotenzial nach eine Dachsanierung

      Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW)

      Die FIW-Studie belegt, dass nicht sanierte Dächer die Energiekosten deutlich erhöhten. Diese konnten alleine durch eine energetische Dachsanierung maßgeblich reduziert werden. Zeitgleich sinkt die CO2-Emmission dieses Hauses um 15 Prozent.

      Erkenntnisse des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie

      In seiner Broschüre verweist der Bundesverband auf ein Energie-Einsparpotenzial von bis zu 30 Prozent, wenn Eigenheimbesitzer eine umfangreiche energetische Sanierung durchführen und bei der energetischen Dachsanierung die Zwischen- und Aufsparrendämmung kombinieren. Optimal ist der Einsatz von Holzfasern oder Mineralwolle in der Zwischensparrendämmung und PU-Hartschaum-Produkte für die Aufsparrendämmung.

      Vorteile eines professionellen und lokalen Dachdecker-Fachbetriebs

      Beauftragen Sie einen lokalen Dachdecker-Meisterbetrieb profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen. Ein wichtiger Punkt ist die Nähe zum Standort Ihres Hauses. Dadurch ist er in der Lage, nach der Dachsanierung die regelmäßige Dachinspektion durchzuführen. Denn sind Sie mit der bei der Dachsanierung erbrachten Leistung zufrieden, baut sich ein Vertrauensverhältnis auf und Sie wissen, dass Sie sich auf Ihren Experten rund ums Dach in jeder Hinsicht verlassen können.

      Allerdings bietet diese Entscheidung noch weitere Vorteile:

      – Gewährleistung für die erbrachten Arbeiten

      – fachgerechte Verarbeitung der Materialien ist für die Hersteller-Garantie wichtig

      – Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben wie EnEV

      – umfangreiches Fachwissen und Erfahrung

      Anders präsentiert sich die Situation, wenn Sie einen Allround-Handwerksbetrieb mit der Dachsanierung beauftragen. Denn mit Sicherheit sind auch hier gute Handwerker zu finden. Allerdings fehlt es an der umfassenden fachlichen Kompetenz und schnell passieren gravierende Fehler. Die Folgen sind der Verlust der Herstellergarantie bis hin zu Spätschäden am Dach oder am Gebäude.

      Besonders riskant ist es, wenn Sie ausländischen Unternehmen vertrauen, die Ihnen die Dachsanierung an der Haustüre verkaufen. Aufgrund von Erfahrungswerten sind die Arbeiten häufig von sehr schlechter Qualität und durch den Gerichtsstand im Ausland ist es für Sie kompliziert, Ihr Recht einzuklagen.

      Dachsanierung lohnt sich

      Obwohl die Dachsanierung Kosten in einer Höhe verursacht, die eine lang- bis mittelfristige Planung erfordern, ist sie unverzichtbar. Denn nicht durchgeführte Dachsanierungen sind die Ursache für zahlreiche Folgeschäden, die bis in die Bausubstanz eines Gebäudes reichen. Die eindringende Feuchtigkeit führt zu Schimmelbildung, die sich vom Dachgeschoss bis in die unteren Räume ausbreiten kann. Besonders riskant ist der Verlust der Tragfähigkeit des Dachstuhls, der durch Feuchtigkeit und damit verbundene Auswirkungen teilweise zerstört werden kann. Kommt es zu diesen Schäden, erhöhen sich die Kosten dramatisch. Daher ist es wichtig, die Dachsanierung zum richtigen Zeitpunkt durchzuführen.

      Der richtige Zeitpunkt ist jener Zeitraum, ab dem die mittelfristig anfallenden Kosten für Reparaturen gleich hoch oder höher sind als eine Dachsanierung und deren Kosten. Nicht zu vergessen das Risiko eines mangelhaften Daches für Passanten oder Gegenstände, wenn sich eine Dachpfanne löst und nach unten fällt. Kann die Versicherung nachweisen, dass es weder regelmäßige Dachinspektion gab, noch fällige Reparaturen umgehend durchgeführt wurden, tragen Sie für alle Schäden die Verantwortung und die Kosten.

      MeinDach Dachdecker arbeitet an einem retrospektiven Dachisolierungsprojekt

      Kosten sparen bei der Dachsanierung: 5 teure Fehler vermeiden

      Kosten sparen bei der Dachsanierung? Aber bitte nicht an der falschen Stelle! Durch unsachgemäß ausgeführte Sanierungsmaßnahmen können Schäden und Mängel entstehen, die teuer werden können.

      So entstanden bei der Dachsanierung eines Einfamilienhauses durch mangelhafte Luftdichtheit und Wärmedämmung Schadensbeseitigungskosten von insgesamt 39.000€.

      Diese horrenden Folgekosten hätten durch sorgfältige Planung und Ausführung vermieden werden können.

      Wir werfen einen Blick auf die häufigsten Fehler bei der Dachsanierung, die zu teuren Folgeschäden führen.

      Fehler 1: Die Dachsanierung wird unzureichend geplant

      Eine Studie vom Institut für Bauforschung zeigt, dass Schäden beim energieeffizienten Modernisieren häufig die Folge mangelhafter Planung sind. Lassen Sie vor der Dachsanierung von einem Fachmann eine gründliche Bestandsaufnahme machen und feststellen, in welchem Zustand Ihr Dach ist.

      Auf diese Weise wird kein Detail übersehen, das hinterher Probleme verursachen könnte und Sie können gemeinsam mit dem Dachdecker oder Zimmerer genau festlegen, welche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Manchmal wollen Bauherren sogar zu viel machen: Ein Komplettabriss ist nicht immer nötig und ein Dachstuhl kann oft ausgebessert und damit erhalten werden.

      Gute Planung ist alles und bei einer Dachsanierung lohnt es sich, bereits heute an die zukünftige Nutzung zu denken. Möchten Sie vielleicht später den Dachboden ausbauen? Der Zugang zum Dachraum und die entsprechende Statik können schon im Zuge der Dachsanierung vorbereitet werden. Wenn Sie das frühzeitig bedenken, können Sie später viel Geld sparen.

      Ein Dach ist komplex und oftmals lohnt es sich, verschiedene Sanierungsmaßnahmen miteinander zu kombinieren. Besprechen Sie mit einem Dachdecker oder Energieberater, was das Ziel der Sanierung sein soll. Aus den gewonnenen Erkenntnissen setzt man dann ein vorausschauendes Sanierungskonzept auf, mit dem man die Dachsanierung professionell umsetzen kann.

      Fehler 2: Die Eigenleistung bei der Dachsanierung wird überschätzt

      Begabte Hobby-Handwerker möchten ihr Dach gerne eigenständig reparieren. Kleinere Schäden am Dach können problemlos selbst repariert werden. Eine Dachsanierung ist allerdings eine komplexe Angelegenheit. Man muss bei Sanierungsmaßnahmen sehr exakt arbeiten und sich mit den Techniken auskennen.

      Wer das falsche Material verwendet oder nachlässig arbeitet, riskiert Wärmeverluste und Bauschäden. Die Verarbeitung ist kompliziert und schon kleine Fehler, z.B. beim Anbringen einer neuen Dampfbremse, können zu schwerwiegenden Folgeschäden wie Schimmelbildung führen.

      Auch wenn Freunde handwerklich begabt sind, ist es wichtig, dass man sich und seine Helfer nicht überschätzt. Gerade bei ungelernten Kräften ist die Gefahr groß, dass die Folgekosten höher sind als die Einsparung durch die energetische Dachsanierung in Eigenregie. Zudem sind Arbeiten auf dem Steildach nicht ungefährlich und Reparaturen in luftiger Höhe sollten nur mit entsprechender Sicherung durchgeführt werden.

      Um Fehler und Unfälle zu vermeiden, empfehlen wir, eine Dachsanierung immer von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen.

      Fehler 3: Wärmebrücken führen zu Feuchteschäden

      Treten nach einer Dachsanierung Wasserflecken oder Schimmel auf, muss das nicht immer an Feuchtigkeit liegen, die von außen eindringt. Die Ursache sind manchmal auch Wärmebrücken.

      Wärmebrücken sind Schwachstellen am Gebäude, an denen Wärme schneller nach außen transportiert wird. Sie entstehen durch Lücken in der Dämmung oder am Übergang zu anderen Bauteilen. Durch den Temperaturunterschied kommt es zu Kondensation. Das Kondenswasser richtet als Feuchtigkeit in der Dämmung oder Traglattung erheblichen Schaden an.

      Ist beispielsweise der Übergang der Wärmedämmung an der Fassade zum Dach nicht fachgerecht ausgeführt, kommt es zu Fehlstellen. Sie stellen Wärmebrücken dar, die zu einer reduzierten Dämmwirkung, Wärmeverlusten und einem erhöhten Energiebedarf führen. In der Folge kann es zu Feuchteschäden bis hin zu Schimmelpilzbefall kommen.

      Wer Wärmebrücken vermeiden will, muss bei der Dachsanierung auf alle möglichen Schwachstellen achten. Fensterlaibungen, Kaminanschlüsse, Dachsparren und alle Bauteile müssen wärmebrückenfrei in die Dämmung einbezogen werden.

      Fehler 4: Die luftdichte Ebene wird nicht korrekt ausgeführt

      Feuchteschäden und Wärmeverluste entstehen häufig dadurch, dass die luftdichte Ebene eines Daches nur unzureichend geplant und ausgeführt wurde und ein geeignetes Lüftungskonzept fehlt.

      Eine fachgerecht ausgeführte luftdichte Bauweise ist von besonderer Bedeutung, weil sie eine der häufigsten Schadensursachen verhindert: Wenn nämlich feuchtwarme Raumluft durch die Dachkonstruktion strömt, kondensiert der Wasserdampf in der Dämmung und schlägt als Feuchte aus. Kritische Mengen an Feuchte reduzieren die Wärmedämmung und erhöhen das Risiko für Schimmelbildung und Fäulnis.

      Sollte doch einmal ungewollt Wasserdampf in die Konstruktion eingedrungen sein, ist es wichtig, dass die Feuchtigkeit wieder entweichen und die Dämmung zuverlässig austrocknen kann. Eine luftdichte und diffusionsoffene Bauweise beugt Feuchteschäden vor.

      Ein häufiger Fehler bei der Flachdachsanierung ist die vollflächige Verklebung von Schweißbahnen ohne Möglichkeit zum Dampfdruckausgleich. Feuchtigkeit aus dem Inneren muss über einen kontrollierten Dampfdruckausgleich in die Außenluft gelangen können, damit sie nicht als Kondenswasser die Dämmung schädigt oder die Wärmedämmung beeinträchtigt.

      Alles über die besonderen Herausforderungen bei der Flachdachsanierung lesen Sie in unserem Ratgeber Flachdachsanierung: Das sollten Sie beachten

      Fehler 5: Das Dach wird nicht ausreichend gedämmt

      Was passiert, wenn bei einer energetischen Dachsanierung das Dach nicht ausreichend gedämmt wird? Eine zu gering bemessene Dämmschicht oder Dämmwirkung kann zur Folge haben, dass der geplante Energiestandard nicht erreicht wird. Das wirkt sich zusätzlich negativ auf die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes aus.

      Bei einer Dachsanierung müssen die Vorgaben der EnEV (Energie-Einsparverordnung) eingehalten werden. Dieser verbesserte Standard im Rahmen einer energetischen Dachsanierung wird vor allem durch eine effiziente Dämmung erreicht und ist von einem Sachverständigen, bzw. dem ausführenden Fachbetrieb zu dokumentieren. Wenn Sie die gesetzlichen Vorschriften zur Dachisolierung nicht einhalten, drohen empfindliche Strafen.

      Unzureichend gedämmte Gebäude verlieren insbesondere über das Dach viel Heizenergie. Bei einer Dachsanierung sollten Sie nicht nur auf die vorgegebenen Grenzwerte abzielen, sondern wenn möglich bessere erreichen. Das spart nicht nur Energiekosten, sondern macht Ihr Haus auch zukunftssicher.

      Kosten sparen: Dachsanierung sorgfältig planen und ausführen

      Um bei Ihrer Dachsanierung Kosten zu sparen und unerwartete Folgekosten zu vermeiden, sollten Sie das gesamte Vorhaben von Anfang an mit Bedacht planen.

      An erster Stelle steht die Auswahl eines erfahrenen Dachdeckers oder Zimmerers. Dabei hilft Ihnen MeinDach. Wir finden für Sie den passenden Meisterbetrieb in Ihrer Region.

      Vermeiden Sie kostspielige Fehler bei der Dachsanierung und finden Sie noch heute mit MeinDach einen kompetenten Dachdecker!

      5 wertvolle Tipps für die Dachsanierung

      Wir haben mit MeinDach zahlreiche Erfahrung bei der Dachsanierung sammeln können. Auf Basis dieser Erfahrungen haben wir wertvolle Tipps zu den Themen hier für Sie zusammengestellt: Kosten der Dachsanierung, Dachmaterialien, Qualität der Dachdeckerbetriebe

      Eine Dachsanierung ist eine umfangreiche und komplexe Herausforderung für die Immobilienbesitzer und die Bewohner des Hauses. Das Haus wird dazu in der Regel komplett eingerüstet. Die Dachdecker oder Zimmerer bleiben Tage oder Wochen auf der Baustelle. Es entsteht viel Lärm und noch mehr Schmutz. Vor allem kostet eine Dachsanierung viel Geld. Mit einer Grundsanierung inklusive Abriss der alten Eindeckung und Aufbau einer neuen Dacheindeckung beim Steildach oder Dachabdichtung beim Flachdach werden meistens mehrere zehntausend Euro fällig. Da ist es gut wenn man weiß, worauf man achten muss. Hier erhalten Sie fünf wertvolle Tipps für die Dachsanierung, mit denen Sie Zeit, Geld und Nerven sparen können.

      Wertvolle Tipps für die Dachsanierung #1: Erstellen Sie einen Zeitplan

       

      Kalendertag, Planung einer Dachrenovierung

       

      Kalkulieren Sie den Zeitbedarf für Ihre Dachreparatur oder Dachsanierung präzise aber großzügig. Nach unserer Erfahrung bei der Dachsanierung müssen Sie für ein typisches Dach von 100 – 150 Quadratmetern mit einer Bearbeitungsdauer von 10 Tagen bis 2 Wochen rechnen. Darin sind Aufbau und Einrichtung der Baustelle sowie der Abbau und die Endreinigung bereits enthalten. Kalkulieren Sie dennoch großzügig einige Tage mehr ein. So haben Sie einen Puffer, wenn Zusatzarbeiten anfallen oder andere Verzögerungen eintreten, was auf Grund von Wetterbedingungen oder Lieferverzögerungen durchaus vorkommen kann.

      Planen Sie bitte auch sehr großzügig im Vorfeld: Von der ersten Recherche bis zur Umsetzung des neuen Daches dauert es in der Regel mehrere Monate. Die Dachdecker und Zimmerer sind stark ausgebucht, das Wetter muss stimmen, und im Vorfeld muss einiges geklärt werden. Ein neues Dach von heute auf morgen, das gibt es leider nirgendwo, so lehrt uns unsere Erfahrung bei der Dachsanierung.

      Wertvolle Tipps für die Dachsanierung #2: Erstellen Sie einen Kostenplan

       

      Schwarzes Smartphone

       

      Grob und im Durchschnitt können Sie mit 200 – 250 Euro pro Quadratmeter an Kosten rechnen, wenn Sie ein Dach neu eindecken oder abdichten lassen möchten. Es hängt jedoch von vielen Faktoren ab, welche Kosten tatsächlich auf Sie zukommen. Umfang der Arbeiten und verwendetes Material sind dabei die größten Faktoren, welche die Höhe des Endpreises für Ihre Dachsanierung bestimmen. Addieren Sie zum definierten Budget einen Puffer von 10 – 20%. So sind Sie bei Mehrkosten geschützt. Erfahren Sie mehr zu Kosten der Dachsanierung eines Steildaches und Kosten der Dachsanierung eines Flachdaches in unseren Kostenübersichten, die wir basierend auf unserer Erfahrung bei der Dachsanierung für Sie zusammengestellt haben.

      Wertvolle Tipps für die Dachsanierung #3: Wählen Sie das richtige material

       

      dachdaemmung das richtige material

       

      Die beliebtesten Bedachungsmaterialien in Deutschland sind die Dachpfannen aus Beton (Dachsteine) oder aus gebranntem Ton (Dachziegel). Wenn Sie sich für diese Materialien entscheiden, haben Sie viele Vorteile: Sie erhalten ein langlebiges, schönes, traditionelles Dach, dessen Deckung für die Dachdecker kein Problem darstellt. Lassen Sie sich dennoch gut beraten und wählen Sie Ihr gewünschtes Bedachungsmaterial sorgfältig aus. Naturschiefer beispielsweise ist in vielen Gegenden sehr beliebt und optisch besonders ansprechend. Nicht jeder Dachstuhl jedoch kann dieses eher schwere Material tragen, dafür aber bekommen Sie mit Schiefer eine der längsten Haltbarkeiten. Wägen sie deshalb alle Vor- und Nachteile von jedem in Frage kommenden Dachmaterial ab und treffen Sie erst dann die Entscheidung, am besten gemeinsam mit Ihrem Dachdecker oder Zimmerer.

      Wertvolle Tipps für die Dachsanierung #4: Sparen Sie nicht an der Qualität des Dachdeckers

      ein meindacher dachdecker bei einer fachgerechten dachsanierung

      Ein guter Dachdecker- oder Zimmerer-Meisterbetrieb hat seinen Preis. In Zeiten des Fachkräftemangels haben erfahrene und zuverlässige Handwerker ihren Preis. Sehen Sie die Bezahlung als Gütesiegel und halten Sie es wie es im berühmten Zitat von John Ruskin heißt: „Es ist unklug, zu viel für eine Leistung zu bezahlen aber es ist noch schlechter, zu wenig für eine Leistung zu bezahlen.“ Die Leistung eines Dachdeckers steht oft in Abhängigkeit zu seiner Bezahlung. Ein hoch qualifizierter und erfahrener Dachdecker erledigt die Arbeit umso schneller und kommt auch mit unvorhergesehener Mehrarbeit gut zurecht. Vor allem kann er Sie in unvorhergesehenen Situationen immer richtig und gut beraten. Ein unqualifizierter, unerfahrener Bauhelfer kommt jedoch sofort in Schwierigkeiten, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Lassen Sie sich daher von einem hohen Angebotspreis nicht abschrecken. Ihre Baustelle wird dann umso schneller fertig und Sie erhalten das angenehme und sichere Gefühl einer korrekt ausgeführten Arbeit kostenlos dazu. Für die ausgeführten Arbeiten eines qualifizierten Dachdeckers erhalten Sie auch die volle Gewährleistung über vier Jahre.

      Was unsere Erfahrung aber auch gezeigt hat: Bauhandwerker und damit auch Dachdecker verpflichten sich einem ganz besonderen Berufsethos. Das Erschaffen bleibender Werte mit den eigenen Händen ist für viele Handwerker nach wie vor der größte Teil Ihres Berufsglücks. Die Berichte von „Pfusch am Bau“ kommen daher meistens von Arbeiten, die von unqualifizierten oder ungeeigneten Arbeitern durchgeführt wurden. Wer am Bau bestehen kann, der liebt es auch. Jede Arbeit, die qualifizierte Handwerker anfangen, beenden sie auch in einer gleich bleibenden, erstklassigen Qualität. Wenn unqualifizierte Arbeiter auf Ihrem Dach anfangen, schonen Sie nicht Ihr Budget, sondern Sie gefährden es. Auch dies trägt also letztendlich zu einer Verbesserung der Kosten bei der Dachsanierung bei.