Dachinspektion durch den Dachdecker: Die häufigsten Fragen


MeinDach unterstützt Hausbesitzer in ganz Deutschland bei Ihren Dachprojekten. Diese Fragen beschäftigen Bauherren rund um das Thema Dachinspektion.

Woran erkenne ich Schäden
an meinem Dach?

Ihr Dach muss zu jeder Jahreszeit großen Belastungen standhalten. Extreme Wetterbedingungen können Ihrem Dach schaden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Anzeichen für mögliche Schäden im Blick haben.

Schäden am Dach lassen sich sowohl von außen als auch von innen erkennen. Verfärbte, feuchte oder morsche Stellen unter der Dachkonstruktion sind sichere Anzeichen, dass das Dach undicht und die Dämmung beschädigt ist. Dadurch dringt an diesen Stellen Feuchtigkeit ein. Sie senkt nicht nur die Wirksamkeit Ihrer Dämmung und verursacht so höhere Energiekosten. Feuchtigkeit kann auch zu Schäden an Ihrer Dachkonstruktion führen, da sie Schimmel und Fäulnis ermöglicht.

Wenn Sie Sägemehl im Dachstuhl entdecken, kann das auf Holzwürmer hindeuten.

Insbesondere nach starken Regengüssen oder einem Sturm sollten Sie Ihr Steildach unter die Lupe nehmen. Schauen Sie nach, ob sie außen mit bloßem Auge Schäden an den Dachpfannen erkennen können. Durch starken Wind können sich Dachpfannen lockern und herabstürzen. Temperaturveränderungen können zu Rissen in der Dacheindeckung führen. Laub verstopft Regenrinnen und Fallrohre und überfließendes Wasser kann Wasserschäden an der Hauswand verursachen. Vogelkot kann die Dachabdeckung ebenfalls angreifen.

Aber Vorsicht – steigen Sie nicht selbst aufs Dach. Dachbegehungen sollten Sie unbedingt professionellen Dachdeckern und Zimmerern überlassen.

Wie läuft eine Dachinspektion
durch den Dachdecker ab?

Bei der Dachinspektion muss sich Ihr Dachdecker Ihr Dach gründlich von außen und von innen anschauen. Er findet schnell heraus, ob etwas an Ihrem Steil- oder Flachdach getan werden muss und schlägt Ihnen die passende Lösung vor.

Eine regelmäßige Inspektion und Wartung Ihres Daches empfiehlt sich nicht nur aus Kostengründen. Als Hausbesitzer sind Sie laut Bundesgerichtshof gesetzlich dazu verpflichtet, Ihr Dach regelmäßig warten zu lassen – die sogenannte Obliegenheitspflicht. Sie müssen beispielsweise sicherstellen, dass Ihr Dach keine Gefahr für Fußgänger und den Verkehr darstellt, etwa durch herabfallende Dachpfannen. Unter Umständen verlieren Sie im Schadensfall Ihren Versicherungsanspruch.

So läuft die Dachinspektion von außen ab

Ihr Dachdecker begutachtet in einem Vor-Ort-Termin zuerst den baulichen Zustand Ihrer Dachkonstruktion. Dazu gehört eine Dachbegehung zur Überprüfung der Eindeckung oder Abdichtung. Aber auch andere Teile des Daches, etwa Gauben, Giebel oder Dachfenster sieht sich Ihr Dachdecker bei der Dachinspektion an.

 

 

So läuft die Dachinspektion von innen ab

Ist die Eindeckung oder Abdichtung Ihres Daches undicht, etwa weil Dachpfannen beschädigt oder verschoben sind, kann Feuchtigkeit ins Innere eindringen. Dies kann zur Folge haben, dass Fäulnis in der Dachkonstruktion entsteht und die Wärmedämmung beschädigt wird. Stellt ihr Dachdecker einen solchen Mangel bei der Dachinspektion von außen fest, muss er sich auch das Innere Ihres Daches gründlich anschauen, um beispielsweise Hinweise auf eindringende Nässe zu finden.

Insbesondere bei der Dämmung ist es wichtig, dass mögliche Schäden früh erkannt und schnell behoben werden. Ist die Dämmung nicht intakt, hat dies erhöhte Heizkosten zur Folge. Außerdem vermeiden Sie so gesundheitsgefährdenden Schimmel.

Wie geht es nach der Dachinspektion weiter?

Nachdem Ihr Dachdecker Ihr Dach beim Vor-Ort-Termin in Augenschein genommen hat, schlägt er Ihnen die geeigneten nächsten Schritte vor und macht Ihnen ein Angebot. So können Sie Ihr Dach wieder in einen erstklassigen Zustand bringen.

Welche Möglichkeiten habe ich,
wenn ich mein Dach erneuern will?

Um Ihr Dach zu erneuern, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können die Dachhaut – also die Eindeckung beim Steil-, bzw. Abdichtung beim Flachdach – oder das ganze Dach samt Dachkonstruktion ersetzen.

Erneuerung der Eindeckung bzw. Abdichtung

Wenn die Dachkonstruktion in einem guten Zustand ist, genügt eine Erneuerung der Dachhaut. Dabei bringt der Dachdecker oder Zimmerer neben der Eindeckung bzw. Abdichtung selbst auch eine neue Unterkonstruktion aus Unterspannbahn und Lattung an. Zusätzlich kann auch die Dämmung ausgetauscht werden. Die Dachkonstruktion selbst bleibt dabei erhalten.

Neues Dach

Wenn Ihre Dachkonstruktion beschädigt ist, kann Ihr Dach seine Aufgabe nicht mehr gut erfüllen. Zudem ist im schlimmsten Fall sogar die Stabilität Ihres Daches gefährdet. Bei einem Neubau wird ihr altes Dach komplett abgebaut und durch eine neue Dachkonstruktion ersetzt. Anschließend werden die neue Dämmung und Eindeckung bzw. Abdichtung angebracht.

Ein Dachneubau ist ein großer Schritt, aber er bietet Ihnen auch unterschiedliche Möglichkeiten, Ihr Dach neu zu gestalten: Sie können den Dachboden zu einem zusätzlichen Wohnraum ausbauen, eine neue Eindeckung auswählen, die gut zu Ihrem Haus passt – beispielsweise Dachziegel, Zink oder Schiefer. Eventuell können Sie Ihrem Dach sogar eine ganz neue Form verleihen.

Hilfreiche Informationen zum Dachneubau finden Sie in unserem Ratgeber Artikel „Das müssen Sie wissen beim Neubau eines Steildaches“. Inspirationen für die Dacheindeckung bietet Ihnen unser Artikel „Dacheindeckung: Das sind die Dachpfannen-Trends 2019“.

Ein schönes Dach für Ihr Zuhause mit neuer Eindeckung

Ihr Dach muss nicht bloß wind- und wetterfest sein, es darf dabei auch schön aussehen. Bei der Sanierung sollten Sie darauf achten, dass die Abdeckung gut zu Ihrem Haus und in das Gesamtbild der Nachbarschaft passt – vor allem, wenn Sie eine bunte Eindeckung im Sinn haben, sollten Sie sich im Bebauungsplan erkundigen, ob diese in Ihrer Nachbarschaft zulässig ist.

Wird die Eindeckung oder Abdichtung Ihres Steildaches oder Flachdaches von Grund auf erneuert, haben Sie Gelegenheit, sich das ideale Material dafür auszusuchen. Beim Steildach haben Sie haben beispielsweise die Wahl zwischen Dachpfannen aus Ton, Beton, Metall oder Schiefer.

Hilfreiche Tipps und Wissenswertes rund um die Gestaltung Ihres Daches haben wir in unserem Ratgeber-Artikel „Dachgestaltung: So verschönern Sie Ihr Zuhause“ für Sie zusammengetragen.

Mein Dach ist undicht, muss ich
es deshalb völlig erneuern?

Kleinere Schäden lassen sich einfach und ohne größeren Aufwand reparieren. Grundsätzlich gilt: Ist Ihr Dach insgesamt in einem guten Zustand, lohnt es sich, einzelne undichte Stellen zu reparieren. Wenn Ihr Dach aber großflächige Mängel aufweist, oder die die Dachkonstruktion Schäden aufweist, macht es Sinn, über eine Sanierung nachzudenken. Nehmen Sie Veränderungen an Ihrem Dach vor, muss dieses danach die Einergieeinsparverodnung (EnEV) einhalten. Der Staat fördert energetische Sanierungen großzügig.

Link: Mehr Wissenswertes über die Vorteile einer Sanierung erfahren Sie in unserem Artikel „Der Profi-Leitfaden zur Dachsanierung“.

Wenn Sie sich für das Thema Förderung Ihrer Dachsanierung interessierten, lesen Sie unseren Ratgeberartikel: Förderung der Dachsanierung: Mit diesen Förderprogrammen sparen Sie Geld.

Kann ich mein Dach selbst reparieren?

Obwohl Sie vielleicht ein geschickter Bastler sind: Wenn Sie Ihr Dach reparieren oder erneuern wollen, sollte dies immer ein kompetenter Dachdecker oder Zimmerer übernehmen.

Durch Unwissen und falsche Handhabung können Sie im schlimmsten Fall zusätzliche Schäden auf Ihrem Dach verursachen, die meist nicht von der Versicherung übernommen werden. Mit einer selbstständigen Dachbegehung begeben Sie sich in Gefahr abzustürzen. Ein Dachdecker kann am besten abschätzen, was zu tun ist und wie es zu tun ist, um Ihr Dach kompetent zu reparieren – und er kann sich sicher auf einem Dach bewegen.

Was muss ich bei der Dämmung beachten?

Mit der Dachdämmung verbessern Sie die Energieeffizienz Ihres Hauses und sparen durch niedrigere Energiekosten bares Geld. Bei einer kompletten Sanierung muss häufig auch die Wärmedämmung erneuert werden, damit Ihr Dach die Anforderungen der Energiesparverordnung (EnEV) erfüllt. Aber keine Sorge, der Staat fördert großzügig energetische Sanierungen. Mit einer besseren Dämmung profitieren Sie von einem ganzjährig angenehmen Wohnklima und sparen Heizkosten.

Mehr über die Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten Ihrer Dachsanierung erfahren Sie in unserem Ratgeber-Artikel „Förderung der Dachsanierung: Mit diesen Förderprogrammen sparen Sie Geld“.

Wie lange hält ein Dach?

Die Lebenserwartung eines Daches reicht von Jahrzehnten bis zu einem Jahrhundert. Je nach Art des Daches kann es Generationen von Bewohnern Schutz bieten. Allgemein haben Flachdächer mit rund 30–40 Jahren eine geringere Lebenserwartung als Steildächer.

Dachziegel aus Ton haben eine Lebenserwartung von 60 bis 80 Jahren, glasierte Ziegel sogar noch bis zu 20 Jahren mehr. Dachpfannen aus Beton sind mit rund 40 Jahren kurzlebiger. Schieferdächer halten Ihnen ebenfalls lange die Treue, sie erreichen ein Alter von rund 100 Jahren.

Ganz gleich, welche Art von Dach Sie haben: Wenn es gut gepflegt wird, kann es Sie und Ihr Haus lange und zuverlässig schützen. Daher ist eine regelmäßige Dachinspektion wichtig. Mit MeinDach finden Sie schnell den passenden Dachdecker oder Zimmerer für Ihr Dach.