Steildächer sind enorm beliebt: Sie schützen das Haus zuverlässig vor Witterungseinflüssen und brauchen wenig Wartung, sie lassen sich leicht zu Wohnraum ausbauen und eignen sich perfekt als Träger für Solaranlagen. Steildächer sind besonders langlebig. Experten veranschlagen die Lebensdauer je nach Qualität der verwendeten Eindeckung auf 60 bis über 100 Jahre. Aus welchen Komponenten besteht ein klassisches Steildach?


Dachstuhl


Der Dachstuhl trägt das gesamte Dach, seine Statik muss auf das Gewicht der Eindeckung abgestimmt sein. Bei Wohngebäuden wird der Dachstuhl in der Regel aus Holz errichtet. In unseren mitteleuropäischen Breitengraden werden Pfetten, Sparren, Schwellen und Stützen des Tragwerks meist aus Nadelhölzern wie Fichte oder Tanne gefertigt, die sich aufgrund ihres geraden Wuchses und ihrer Festigkeit ideal als Konstruktionsholz eignen. Zum Schutz gegen Pilz- und Insektenbefall werden Dachstuhlhölzer heute umweltfreundlich imprägniert.


Dacheindeckung


Für die Eindeckung eines Steildachs kommen verschiedene Materialien in Frage. Dachziegel aus gebranntem Ton bieten erstklassige Haltbarkeit, als Bauherr können Sie aus einer großen Farbpalette wählen. Dachsteine aus Beton sind etwas preisgünstiger als Tonziegel, wegen ihres etwas höheren Gewichts eignen sie sich besonders für Gebiete mit hohen Windlasten. Eine Dacheindeckung aus dem Naturstoff Schiefer gilt als besonders ästhetisch und langlebig. Auch mit Materialien wie Titanzink, Aluminium oder Kupfer lässt sich ein Steildach auf Wunsch eindecken. Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten der Dacheindeckung erfahren möchten, lesen Sie auch unseren Ratgeberartikel zu den
Dachtrends 2019.


Dachdämmung


Unterschieden werden Aufdachdämmung, Zwischen- und Untersparrendämmung. Die Aufdachdämmung wird vollflächig außen auf die Sparren aufgebracht, bevor das Dach gedeckt wird, sie bietet optimalen Wärmeschutz fürs Haus. Bei der Zwischensparrendämmung wird Dämmstoff zwischen den Dachsparren befestigt, das kann auch bei eingedecktem Dach erfolgen. Für die Untersparrendämmung wird eine Lattung innen quer zu den Sparren angebracht und die Zwischenräume der Lattung werden mit Dämmmaterial gefüllt. Zur Dämmung gehört auch eine Dampfsperre oder Dampfsperrfolie, welche die Dachkonstruktion vor Feuchtigkeit aus der warmen Raumluft schützt. Worauf es genau bei der Dachisolierung ankommt, erfahren Sie in unserem Ratgeberartikel zur
besten Dachdämmung.

 

Dachdecker arbeitet auf einem Dach
Die Aufdachdämmung wird vollflächig außen auf die Sparren aufgebracht, bevor das Dach gedeckt wird, sie bietet optimalen Wärmeschutz fürs Haus.


Entwässerung


Die Dachentwässerung leitet das von den Dachflächen ablaufende Niederschlagswasser kontrolliert ab, sie besteht aus Dachrinne und Regenfallrohr. Vorgehängte Dachrinnen werden einfach unterhalb der Traufkante montiert, daneben gibt es Varianten wie Aufdachrinnen oder innenliegende Dachrinnen, die optisch in die Dachkonstruktion integriert sind. Als Material für Rinnen und Fallrohre kommen verzinktes Stahlblech, Edelstahl oder Kupfer in Frage, aber auch Aluminium oder Kunststoff. Tipp: Dachrinnen sollten regelmäßig gereinigt werden, weil sich Laub und Schmutz darin sammeln können.

Dachschalung


Eine Dachschalung wird beispielsweise bei Eindeckungen aus Metall, Bitumen oder Schieferplatten benötigt, die auf einer “normalen” Lattung nicht befestigt werden können. Die Dachschalung ist eine durchgehende Lage aus Holzbrettern oder Spanplatten, sie wird auf den Sparren angebracht und dient als Unterkonstruktion für die eigentliche Dachhaut. Eine Dachschalung schützt auch vor Winddruck und unterstützt den Wärmeschutz, das ist besonders bei ausgebauten Dachgeschossen sinnvoll.


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