Kosten sparen bei der Dachsanierung: 5 teure Fehler vermeiden

Kosten sparen bei der Dachsanierung? Aber bitte nicht an der falschen Stelle! Durch unsachgemäß ausgeführte Sanierungsmaßnahmen können Schäden und Mängel entstehen, die teuer werden können.

 

 

 

So entstanden bei der Dachsanierung eines Einfamilienhauses durch mangelhafte Luftdichtheit und Wärmedämmung Schadensbeseitigungskosten von insgesamt 39.000€.

Diese horrenden Folgekosten hätten durch sorgfältige Planung und Ausführung vermieden werden können.  

 

Wir werfen einen Blick auf die häufigsten Fehler bei der Dachsanierung, die zu teuren Folgeschäden führen. 

Fehler 1: Die Dachsanierung wird unzureichend geplant

 

Eine Studie vom Institut für Bauforschung zeigt, dass Schäden beim energieeffizienten Modernisieren häufig die Folge mangelhafter Planung sind. Lassen Sie vor der Dachsanierung von einem Fachmann eine gründliche Bestandsaufnahme machen und feststellen, in welchem Zustand Ihr Dach ist. 

 

Auf diese Weise wird kein Detail übersehen, das hinterher Probleme verursachen könnte und Sie können gemeinsam mit dem Dachdecker oder Zimmerer genau festlegen, welche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Manchmal wollen Bauherren sogar zu viel machen: Ein Komplettabriss ist nicht immer nötig und ein Dachstuhl kann oft ausgebessert und damit erhalten werden. 

 

Gute Planung ist alles und bei einer Dachsanierung lohnt es sich, bereits heute an die zukünftige Nutzung zu denken. Möchten Sie vielleicht später den Dachboden ausbauen? Der Zugang zum Dachraum und die entsprechende Statik können schon im Zuge der Dachsanierung vorbereitet werden. Wenn Sie das frühzeitig bedenken, können Sie später viel Geld sparen. 

 

Ein Dach ist komplex und oftmals lohnt es sich, verschiedene Sanierungsmaßnahmen miteinander zu kombinieren. Besprechen Sie mit einem Dachdecker oder Energieberater, was das Ziel der Sanierung sein soll. Aus den gewonnenen Erkenntnissen setzt man dann ein vorausschauendes Sanierungskonzept auf, mit dem man die Dachsanierung professionell umsetzen kann.  

 

Fehler 2: Die Eigenleistung bei der Dachsanierung wird überschätzt

 

Begabte Hobby-Handwerker möchten ihr Dach gerne eigenständig reparieren. Kleinere Schäden am Dach können problemlos selbst repariert werden. Eine Dachsanierung ist allerdings eine komplexe Angelegenheit. Man muss bei Sanierungsmaßnahmen sehr exakt arbeiten und sich mit den Techniken auskennen. 

 

Wer das falsche Material verwendet oder nachlässig arbeitet, riskiert Wärmeverluste und Bauschäden. Die Verarbeitung ist kompliziert und schon kleine Fehler, z.B. beim Anbringen einer neuen Dampfbremse, können zu schwerwiegenden Folgeschäden wie Schimmelbildung führen. 

 

Auch wenn Freunde handwerklich begabt sind, ist es wichtig, dass man sich und seine Helfer nicht überschätzt. Gerade bei ungelernten Kräften ist die Gefahr groß, dass die Folgekosten höher sind als die Einsparung durch die energetische Dachsanierung in Eigenregie. Zudem sind Arbeiten auf dem Steildach nicht ungefährlich und Reparaturen in luftiger Höhe sollten nur mit entsprechender Sicherung durchgeführt werden.  

 

Um Fehler und Unfälle zu vermeiden, empfehlen wir, eine Dachsanierung immer von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen. 

 

Fehler 3: Wärmebrücken führen zu Feuchteschäden

 

Treten nach einer Dachsanierung Wasserflecken oder Schimmel auf, muss das nicht immer an Feuchtigkeit liegen, die von außen eindringt. Die Ursache sind manchmal auch Wärmebrücken. 

Wärmebrücken sind Schwachstellen am Gebäude, an denen Wärme schneller nach außen transportiert wird. Sie entstehen durch Lücken in der Dämmung oder am Übergang zu anderen Bauteilen. Durch den Temperaturunterschied kommt es zu Kondensation. Das Kondenswasser richtet als Feuchtigkeit in der Dämmung oder Traglattung erheblichen Schaden an.  

Ist beispielsweise der Übergang der Wärmedämmung an der Fassade zum Dach nicht fachgerecht ausgeführt, kommt es zu Fehlstellen. Sie stellen Wärmebrücken dar, die zu einer reduzierten Dämmwirkung, Wärmeverlusten und einem erhöhten Energiebedarf führen. In der Folge kann es zu Feuchteschäden bis hin zu Schimmelpilzbefall kommen. 

Wer Wärmebrücken vermeiden will, muss bei der Dachsanierung auf alle möglichen Schwachstellen achten. Fensterlaibungen, Kaminanschlüsse, Dachsparren und alle Bauteile müssen wärmebrückenfrei in die Dämmung einbezogen werden.

 

 

Fehler 4: Die luftdichte Ebene wird nicht korrekt ausgeführt

 

Feuchteschäden und Wärmeverluste entstehen häufig dadurch, dass die luftdichte Ebene eines Daches nur unzureichend geplant und ausgeführt wurde und ein geeignetes Lüftungskonzept fehlt. 

Eine fachgerecht ausgeführte luftdichte Bauweise ist von besonderer Bedeutung, weil sie eine der häufigsten Schadensursachen verhindert: Wenn nämlich feuchtwarme Raumluft durch die Dachkonstruktion strömt, kondensiert der Wasserdampf in der Dämmung und schlägt als Feuchte aus. Kritische Mengen an Feuchte reduzieren die Wärmedämmung und erhöhen das Risiko für Schimmelbildung und Fäulnis.

Sollte doch einmal ungewollt Wasserdampf in die Konstruktion eingedrungen sein, ist es wichtig, dass die Feuchtigkeit wieder entweichen und die Dämmung zuverlässig austrocknen kann. Eine luftdichte und diffusionsoffene Bauweise beugt Feuchteschäden vor. 

Ein häufiger Fehler bei der Flachdachsanierung ist die vollflächige Verklebung von Schweißbahnen ohne Möglichkeit zum Dampfdruckausgleich. Feuchtigkeit aus dem Inneren muss über einen kontrollierten Dampfdruckausgleich in die Außenluft gelangen können, damit sie nicht als Kondenswasser die Dämmung schädigt oder die Wärmedämmung beeinträchtigt. 

Alles über die besonderen Herausforderungen bei der Flachdachsanierung lesen Sie in unserem Ratgeber Flachdachsanierung: Das sollten Sie beachten

 

 

Fehler 5: Das Dach wird nicht ausreichend gedämmt

 

Was passiert, wenn bei einer energetischen Dachsanierung das Dach nicht ausreichend gedämmt wird? Eine zu gering bemessene Dämmschicht oder Dämmwirkung kann zur Folge haben, dass der geplante Energiestandard nicht erreicht wird. Das wirkt sich zusätzlich negativ auf die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes aus.

Bei einer Dachsanierung müssen die Vorgaben der EnEV (Energie-Einsparverordnung) eingehalten werden. Dieser verbesserte Standard im Rahmen einer energetischen Dachsanierung wird vor allem durch eine effiziente Dämmung erreicht und ist von einem Sachverständigen, bzw. dem ausführenden Fachbetrieb zu dokumentieren. Wenn Sie die gesetzlichen Vorschriften zur Dachisolierung nicht einhalten, drohen empfindliche Strafen. 

Unzureichend gedämmte Gebäude verlieren insbesondere über das Dach viel Heizenergie. Bei einer Dachsanierung sollten Sie nicht nur auf die vorgegebenen Grenzwerte abzielen, sondern wenn möglich bessere erreichen. Das spart nicht nur Energiekosten, sondern macht Ihr Haus auch zukunftssicher.

 

Kosten sparen: Dachsanierung sorgfältig planen und ausführen

Um bei Ihrer Dachsanierung Kosten zu sparen und unerwartete Folgekosten zu vermeiden, sollten Sie das gesamte Vorhaben von Anfang an mit Bedacht planen. 

An erster Stelle steht die Auswahl eines erfahrenen Dachdeckers oder Zimmerers. Dabei hilft Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner bei MeinDach. Er agiert nicht nur als Vermittler, sondern begleitet Sie in jeder Phase Ihres Projekts über die Auftragsausführung bis nach der Fertigstellung des neuen Dachs. 

Eine laufende Kontrolle während der Arbeiten – im Idealfall durch einen Experten – ist wichtig, denn es sollte während aller Bauphasen die Ausführung geprüft werden. Mit MeinDach haben Sie einen Partner an Ihrer Seite, der den Ablauf Ihrer Dachsanierung sorglos, transparent und sicher macht. 

Vermeiden Sie kostspielige Fehler bei der Dachsanierung und finden Sie noch heute mit MeinDach einen kompetenten Dachdecker!