Neues Schieferdach für ein 170 Jahre altes Haus

 

Das Leben sorgenfrei und in Ruhe genießen können – das ist der große Wunsch von Lies und Hans. Ein wenig Sorgen bereitete dem älteren Ehepaar aus dem kleinen Örtchen Lieg im Hunsrück allerdings das in die Jahre gekommene Kunstschieferdach ihres Einfamilienhauses aus dem 19. Jahrhundert. Mit MeinDach fanden sie den passenden Dachdecker für die notwendige Sanierung. Das ist ihre Geschichte. 

 

Ein altes Dach mit immer größeren Mängeln

Das Haus von Lies und Hans stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch die letzte Dacheindeckung mit Kunstschiefer lag vor der nun notwendigen Dachsanierung mindestens schon 40 Jahre zurück. Neben einer schlechten Energieeffizienz wies das Dach zunehmend Mängel auf.

 

„Man konnte fast rausgucken. Die Platten waren sehr dünn. Also es war wirklich sehr renovierungsbedürftig“ erklärt Lies.

 

Nach kleineren Reparaturen hier und da stand für das Ehepaar fest: Eine vollständige Dachsanierung ist unumgänglich. Bei der Internetrecherche nach einem geeigneten Dachdecker in ihrer Nähe sind sie schließlich auf MeinDach gestoßen. 

 

„Da wir überhaupt keine Ahnung von Schieferdächern hatten, haben wir im Internet geschaut, ob wir dazu was finden und sind so auf MeinDach gekommen.“

 

 

 

Beim MeinDach Dachdecker stimmte das Gesamtpaket 

Das Ehepaar hatte auch Dachdecker vor Ort direkt angefragt. MeinDach überprüfte und verglich die Kostenvoranschläge der verschiedenen Anbieter und wies Lies und Hans darauf hin, worauf sie bei der Wahl ihres Dachdeckers in jedem Fall achten sollten. Dabei kam heraus: Dachdeckermeister Bernd Jakobi aus Kastellaun war genau der Richtige für die Sanierung. Neben der Expertise und dem richtigen Preis-Leistungs-Verhältnis sprach auch die zuverlässige und zeitnahe Terminabsprache für den MeinDach Partner Jakobi. Nach einer ersten Vor-Ort-Begutachtung durch den Dachdecker wurde die genaue Planung direkt in Angriff genommen. 

 

 

 

Neues schieferdach: Ein Dach komplett aus echtem Schiefer 

 

Gemeinsam entschied man sich für die Eindeckung mit echtem Schiefer, um den zuvor verwendeten Kunstschiefer zu ersetzen. Preislich unterschieden sich die Varianten nicht bedeutend und das Dach war durch seine Statik bereits bestens geeignet für die besondere Eindeckung. 

 

„Also ganz früher muss da Schiefer drauf gewesen sein. Im 19. Jahrhundert ist das Dach schon damals mit Schiefer eingedeckt worden. Deshalb war das Dach dafür auch gut geeignet, aber die Balken hingen im Laufe der Jahre etwas durch. Das wurde nun begradigt“, erklärt Bauherrin Lies.

 

Neben der Neueindeckung wurde schließlich noch das Dach komplett gedämmt und die Seitenansicht mit Schiefer verkleidet. Der Dachboden wurde für den Ausbau als Wohnraum vorbereitet. 

 

Neues Schieferdach vorher und nachher

 

 

Von der Planung bis zum fertigen Dach in nur 6 Monaten 

Ab Beginn der eigenständigen Recherche nach geeigneten Dachdeckern im April bis zur Fertigstellung des Daches im September 2019 verging nicht einmal ein halbes Jahr. Eine echte Leistung, wenn man die vollen Auftragsbücher der Dachdecker bedenkt. Dank MeinDach wurde genau der passende Dachdecker für die Sanierung des Schieferdaches ausgewählt – mit dem richtigen Know-how beim Thema Material und Dachform. Jeden Arbeitsschritt dokumentierte das Ehepaar mit zahlreichen Bildern. Nun ist es sehr stolz auf sein neues Schieferdach. 

 

 

 

Neues schieferdach: Zuverlässige Beratung ab Tag 1

Lies und Hans sind überzeugt vom MeinDach Service. Vor allem Menschen, die sich nicht mit dem Thema Dach auskennen und Hilfe bei der Wahl des richtigen Handwerkers benötigen, würden sie MeinDach weiterempfehlen. Gerade der regelmäßige Kontakt mit dem persönlichen Ansprechpartner von MeinDach empfand Lies als sehr angenehm: 

 

„Letztendlich war die Beratung für uns ausschlaggebend. Wir hatten das Gefühl, dass immer jemand an unserer Seite ist.“

 

Neues Schieferdach mit MeinDach

 

 Ein weiteres erfolgreiches MeinDach-Projekt

 

Die Dachsanierung des 170 Jahre alten Fachwerkhauses ist nur eines von vielen erfolgreichen Projekten, die mit Unterstützung der Experten von MeinDach realisiert wurden. Vor allem die Dachsanierung bei historischen Gebäuden, wie dem von Lies und Hans, stellt hohe Anforderungen. Die detaillierte Prüfung und Vorbereitung der Unterkonstruktion ist dabei genauso anspruchsvoll, wie die oft kunstvolle Dacheindeckung mit Schiefer. 

 

Die Geschichte über das erfolgreiche Dachprojekt von Lies und Hans motiviert Sie, für Ihr neues Dach ebenfalls den traditionsreichen Schiefer als Dacheindeckung zu wählen? Dann sind die nachfolgenden Informationen für Sie mit Sicherheit interessant.

 

Wo liegen die Vorteile von Schiefer?

 

Schiefer ist ein Urgestein, das sich im Verlauf von 400 Millionen Jahren durch tektonische Vorgänge bildete. Traditionell wird für Dacheindeckungen und Fassaden dunkler Tonschiefer verwendet. Aber auch weißer Schiefer findet sich auf so manchem Dach als dekoratives Element und verleiht ihm eine individuelle Note.

 

Durch die hohe Dichte und die geringe Porosität hält ein Schieferdach den Witterungsbedingungen in der Regel über 100 Jahre lang stand. Daher ist Schiefer unter dem wirtschaftlichen Aspekt die ideale Dacheindeckung. Aber auch aus ökologischer Sicht erfüllt der Naturstein, der auch in Deutschland in mehreren Regionen abgebaut wird, alle wichtigen Kriterien. 

 

– über 100 Jahre lange Lebensdauer

– geringe Energiekosten in der Herstellung

– mehrere deutsche Abbau-Gebiete

– geringer Wartungsaufwand für Schieferdach

– defekte Schiefersteine leicht austauschbar

– verschiedene attraktive Deckarten 

 

Einer der führenden Hersteller von Schiefer für Dacheindeckungen ist das deutsche Unternehmen Rathscheck Schiefer. Seit der Gründung des Unternehmens durch Johann Baptist Rathscheck im Jahr 1793 steht das attraktive Naturmaterial im Mittelpunkt und bietet ein umfangreiches Sortiment attraktiver Schiefer-Systeme für jeden Anspruch. 

 

Schieferdach und Solarsysteme – funktioniert das?

 

Spätestens bei der Dachsanierung planen viele Eigenheimbesitzer die Installation einer Solaranlage. Dies ist auch beim Schieferdach kein Problem. Hersteller wie Rathscheck Schiefer entwickelten spezielle Schiefer-Systeme für Solarsysteme. Damit realisieren Sie unkompliziert Ihren Traum von der eigenen Stromversorgung und einer natürlichen Dacheindeckung aus Schiefer.

 

Der besondere Vorteil dieser Systeme liegt vor allem an der ansprechenden Optik. Denn die Solarmodule integrieren sich in die Dacheindeckung und optisch störende Trägeprofile sind unsichtbar unterhalb der Eindeckung montiert. 

 

Voraussetzungen für ein Dach aus Schiefer

 

Die Dachneigung spielt bei der Dacheindeckung mit Schiefer eine genauso wichtige Rolle wie die Unterkonstruktion. Vor allem bei älteren Gebäuden kann es im Rahmen der Dachsanierung erforderlich sein, die Holzkonstruktion entsprechend anzupassen. Denn abhängig von der ausgewählten Deckart ist eine Vollschalung des Daches erforderlich, auf der die Schiefersteine Halt finden.

 

Die Regeldachneigung für Schieferdächer liegt zwischen 20 und 30 Grad. Allerdings gibt es laut den Experten des führenden Schieferherstellers Rathscheck bereits spezielle Schiefer-Systeme, die sich für Dächer ab einer Neigung von 12 Grad eignen. Daher beeinflusst die Dachneigung die Entscheidung für die Deckart.

 

Deckart Mindestdachneigung
Altdeutsche Deckung 25 Grad
Rechteck-Doppeldeckung 22 Grad
Spitzwinkel-Deckung 30 Grad
Universal Deckung 25 Grad
Wilde Deckung 20 Grad

 

Verschiedene Deckarten für Ihr Schieferdach

 

Für ein Dach aus dem 400 Millionen Jahre alten Urgestein stehen verschiedene Deckarten zur Auswahl. Dazu zählen einfachere Deckarten wie die Universal- oder Bogenschnitt-Deckung. Zu den handwerklich höchst anspruchsvollen Varianten zählen die Altdeutsche Deckung oder die Wilde Deckung.

 

Bogenschnitt-Deckung

 Für die Bogenschnitt-Deckung braucht es eine Mindestdachneigung von 25 Grad. Der Preis liegt bei 55 - 80 Euro pro Quadratmeter.

 

Die Bogenschnitt-Deckung ist die preisgünstigste Deckart für Schindeldächer und passt sich jedem Baustil gut an. Für diese Deckung werden quadratisch zugeschnittene Schiefersteine verwendet. Die rechte oder linke Seite ist abgerundet, wodurch sich nach dem Verlegen ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Entscheiden Sie sich für die Bogenschnitt Deckung, ist eine Schalung des Daches erforderlich, auf der die Schiefersteine mit speziellen Schiefernägeln befestigt werden.

 

Kosten: 55 bis 80 Euro pro Quadratmeter

 

Universal Deckung

Diagraam Für die Universal Deckung braucht es eine Mindestdachneigung von 25 Grad. Der Preis liegt bei 55 - 80 Euro pro Quadratmeter.

 

Bei der Universal Deckung handelt es sich um eine von Rathscheck Schiefer entwickelte Dacheindeckung aus Schiefer. Sie ist der Bogenschnitt Deckung optisch sehr ähnlich. Die Vorteile dieser Deckung liegen vor allem in der hohen Wirtschaftlichkeit beim Verlegen. Denn die Steine sind so produziert, dass sie sich für die Links- und Rechtsdeckung eignen, indem sie einfach umgedreht werden. Für Hausfassaden können die Schieferplatten im Hochformat verlegt werden und verleihen dem Gebäude eine interessante individuelle Note und attraktive Optik. 

 

Kosten: 55 bis 80 Euro pro Quadratmeter

 

Rechteck Doppeldeckung

Diagramm von die Rechteck-Doppeldeckung braucht es eine Mindestdachneigung von 22 Grad. Der Preis liegt bei 75 - 120 Euro pro Quadratmeter.

 

Die Rechteck-Doppeldeckung wirkt puristisch und überzeugt durch eine sehr klare Linienführung. Für diese Deckart verwendet der Dachdecker rechteckig oder quadratisch zugeschnittene Schiefersteine mit geraden Kanten. Die Besonderheit dieser Dacheindeckung liegt darin, dass die Schiefersteine nicht überlappend verlegt werden, sondern im halben Verband mit Stoßfuge. Da sich die Deckart jeder Dachgeometrie anpasst, ist sie sehr vielseitig einsetzbar. Auch Fassaden erhalten durch die Rechteck-Doppeldeckung individuellen Charme. Die Rechteck-Doppeldeckung kann auf Schalung oder Lattung verlegt werden.

 

Kosten: 75 – 120 Euro pro Quadratmeter

 

Altdeutsche Deckung

Diagramm von altdeutsche deckung

 

Die Altdeutsche Deckung ist handwerklich besonders anspruchsvoll. Sie präsentiert sich mit einem Wechsel aus breiten und schmalen schuppenförmigen Decksteinen, die nach klar definierten Regeln verlegt werden. Durch diese Anordnung entsteht ein besonders lebendiges und vor allem individuelles Gesamtbild. Die Altdeutsche Deckart gilt durch ihre hohen Ansprüche an die Handwerkskunst als Königin unter den Deckarten und bietet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten, um einem Gebäude eine individuelle Note zu verleihen. Für diese Deckart ist eine Schalung erforderlich.

 

Kosten: ab 110 Euro pro Quadratmeter

 

Wilde Deckung

Diagramm von wilde decking

 

Die Wilde Deckung überzeugt durch ihren ursprünglichen Charakter und ihre natürliche Schönheit. Ein Dach, das nach dem Konzept Wilde Deckung eingedeckt ist, wird zum einzigartigen Kunstwerk, das die Bewohner eines Hauses ein Jahrhundert lang vor Witterungseinflüssen schützt. Für die Wilde Deckung werden unbehauene Steine verwendet, die der Dachdecker erst auf dem Dach in die erforderliche Form bringt. Hier ist ein erfahrener Schieferdecker die erste Wahl, da diese Deckart höchste Anforderungen an die Erfahrung, das handwerkliche Können und das Gefühl für harmonische Formen voraussetzt. Als Deckunterlage erfordert die Wilde Deckung eine Schalung.

 

Kosten: ab 135 Euro pro Quadratmeter

 

Dekorative Deckung

diagramm spitzwinkel-deckung

 

Die Dekorative Deckung verleiht Dächern und Fassaden aus Schiefer eine besonders individuelle Note. Verschiedenste Schiefer-Deckungen wie die Spitzwinkel-Deckung oder die Fischschuppen-Deckung fallen darunter. Wobei diese Varianten vor allem für die Fassadengestaltung geeignet sind. Für die Dacheindeckung kommen spezielle Schiefersteine wie Octogones oder Coquettes zum Einsatz. Diese werden zu kreativ gestalteten Ornamenten oder Mustern verlegt. 

 

Kosten: Da die Dekorative Deckung verschiedene Deckarten und Elemente kombiniert, ist die seriöse Angabe ungefährer Kosten nicht möglich. Fragen Sie bitte einen auf Schieferdächer spezialisierten Dachdecker. Nur er kann Ihnen nach einer Besichtigung vor Ort die ungefähren Kosten für die Dekorative Deckung nennen. 

 

 

Schiefer ist mehr als eine Dacheindeckung

 

Das Urgestein, das aus den Tiefen der Gebirge stammt, eignet sich nicht nur für die Dacheindeckung, sondern ist ein attraktives Gestaltungselement für Fassaden. Vor allem in der modernen Architektur wird das Schieferdach gerne mit einer Fassadenverkleidung aus edlem Schiefer kombiniert. In bestimmten Regionen finden Sie jedoch auch alte Wohngebäude, die neben dem Schieferdach traditionell eine Teil- oder Vollverkleidung mit diesem Naturstein aufweisen. Gerne berät Sie Ihr Dachdecker über die Vorteile von Schiefer auf der Fassade.

 

MeinDach ist auch für Sie da und unterstützt Sie bei der Suche nach einem Dachdecker-Handwerksbetrieb oder einem speziellen Schieferdecker, der Ihr neues Schieferdach exakt nach Ihren Vorstellungen gestaltet.

 

Finden auch Sie den passenden Dachdecker in Ihrer Region ganz einfach mit MeinDach

 

MeinDach findet den für Sie passenden Dachdecker oder Zimmerer und hilft Ihnen dabei, das optimale Angebot einzuholen.

 

 

 

 

ein Haus mit ökologische dacheindeckung

Ökologische Dacheindeckung

Wenn Sie bei der Wahl der Dacheindeckung auf ökologische Aspekte achten, freut sich nicht nur die Umwelt: Sie sparen bares Geld durch eine hohe Energieeffizienz. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Dach umweltfreundlich decken und wie Sie Ihre Dacheindeckung mit einer guten Dachdämmung und einer Dachbegrünung perfekt ergänzen.

Energieeffiziente Produktion der Dacheindeckung

Wie ökologische eine Dacheindeckung ist, hängt in erster Linie von dem Energieaufwand bei ihrer Produktion ab. Weitere Aspekte sind die Verfügbarkeit und Wiederverwertbarkeit des Rohstoffes sowie die Langlebigkeit der Dacheindeckung.

Wir stellen Ihnen die Öko-Bilanz verschiedener Baustoffe vor. Ein Dachdecker oder Zimmerer kann Ihnen dabei helfen, eine ökologische Eindeckung zu finden, die am besten zu Ihrem Dach passt.

Titanzink – Die ökologische Dacheindeckung aus Metall

Bei den Metalldächern ist Titanzink von Rheinzink eine besonders umweltfreundliche Wahl: Im Vergleich zu anderen Baustoffen aus Metall ist der Energieaufwand für die Produktion gering.1 Außerdem kann Titanzink zu über 95 % wiederverwertet werden.

Titanzink zeichnet sich ebenfalls in Hinblick auf die Langlebigkeit aus. Jeder Kratzer auf der Eindeckung verschwindet wieder von selbst: Denn Dächer mit Titanzink haben eine natürliche Schutzschicht, die Patina, die sich ständig erneuert.

Erfahren Sie in unserem Ratgeber mehr über die Vor- und Nachteile von Metalldächern.

Schiefer – Der Naturbaustoff

Bei einer Eindeckung aus Schiefer von Rathscheck entscheiden Sie sich für ein reines Naturprodukt. Auch die Energiebilanz bei der Produktion ist gut. Denn die Transportwege zwischen dem Abbaugebiet und dem Fertigungsort sind gering.2

Dacheindeckungen aus Schiefer halten in der Regel länger als 100 Jahre. Außerdem kann Schiefer problemlos entsorgt werden.3 Möchten Sie mehr über Schiefereindeckungen erfahren? Wir erklären Ihnen, warum Schieferdächer traditionsreich und zugleich im Trend sind.

Dachsteine haben eine bessere Ökobilanz als Dachziegel

Dachziegel bestehen hauptsächlich aus natürlichen Rohstoffen, nämlich Ton. Ton ist ausreichend verfügbar und die Abbaugebiete werden oft zu Naturschutzgebieten.4 Daher sind Dachziegel in der Bereitstellung umweltfreundlicher als Dachsteine aus Beton.

Betrachtet man die komplette Produktion, dann weisen Dachsteine allerding eine bessere Energiebilanz auf als die Dachziegel. Der Grund hierfür: Der Energieaufwand bei der Produktion von Dachsteinen ist deutlich geringer als beim Brennen der Dachziegel.5

In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen Dachziegeln und Dachsteinen.

Flachdach ökologisch abdichten: Bitumenbahnen und Kunststoffbahnen

Bitumen und Kunststoffe basieren auf Erdöl. Die Trägerlage von Bitumenbahnen kann aber auch aus nachwachsenden Rohstoffen wie z. B. Jute bestehen.6 Inzwischen lassen sich Bitumenbahnen problemlos entsorgen7 und Kunststoffbahnen zu großen Teilen recyceln.8

Ein besonderes Highlight für ökologische Flachdächer ist die Bitumenbahn Eco-Activ von BMI Icopal: Auf der Oberfläche ist sie mit einer Bestreuung aus Noxite versehen. Die Noxite-Bestreuung wandelt schädliche Stickoxide aus der Luft in harmlose Stoffe um.9

Kunststoffbahnen, z. B. von BMI Wolfin, müssen nur einlagig verlegt werden. Dadurch können Ressourcen bei Herstellung und Transport gespart werden.10 Abdichtungsbahnen aus Kunststoff eignen sich außerdem hervorragend für eine Dachbegrünung, da sie wurzelfest sind.

Hohe Energieeffizienz auf dem Dach durch die Dachdämmung

Wie ökologisch ist Ihr neues Dach? Neben der Energieeffizienz bei der Produktion der Dacheindeckung entscheidet darüber die Dachdämmung. Mit einer guten Dachdämmung sparen Sie Energiekosten und schonen die Umwelt und Ihren Geldbeutel.

Je besser Ihre Dachdämmung ist, desto weniger Energie benötigen Sie zum Heizen im Winter. Im Sommer herrschen angenehme Temperaturen, ohne dass der Einsatz von umweltschädlichen Klimaanlagen nötig ist.

Mit einer guten Dachdämmung sparen Sie nicht nur Energiekosten: Sie können außerdem Förderungen vom Staat erhalten. Im Ratgeber stellen wir Ihnen die Förderprogramme für eine Dachsanierung vor.

Ökologische Dacheindeckung: dämmen

Wenn Sie ökologische Dämmstoffe verwenden wollen, können Sie auf tierische oder pflanzliche Fasern zurückgreifen. Mögliche Materialien sind Holzfasern, Schafwolle, Kokos, Hanf und Flachs. Oder Sie dämmen mit Zellulose aus Altpapier.11

Ein Nachteil vieler ökologischer Dämmstoffe ist, dass Sie sehr viele Dämmschichten benötigen, um ausreichend zu dämmen. Daher können Hartschäume aus Kunststoff durchaus eine ebenso umweltfreundliche Alternative darstellen. Mit Resol-Hartschaum oder Polyurethan-Hartschaum können Sie auch mit schlanken Dachaufbauten hervorragend dämmen. Ein Pluspunkt insbesondere bei der Dachsanierung von Altbauten.

Lassen Sie sich am besten von einem Dachdecker oder Zimmerer beraten, mit welchen Dämmstoffen Sie Ihr Dach am effizientesten und umweltfreundlichsten dämmen können.

Lernen Sie die Dämmungen unseres Partners BMI Braas kennen.

Die zusätzlichen Vorteile einer Dachbegrünung für das Flachdach

Ein Flachdach lässt sich begrünen. Die Dachbegrünung erhöht die Dämmleistung und schützt das Dach zusätzlich. Dadurch können Sie weitere Energiekosten sparen und die Lebensdauer Ihres Flachdaches erhöhen.

Natürlich hat eine Dachbegrünung viele Vorteile für die Umwelt:12 Ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen entsteht. Vögel und Insekten haben es in der Stadt schwerer, Nahrung zu finden. Auf einem begrünten Flachdach finden sie diese in Hülle und Fülle.

Ein Gründach verbessert außerdem das Stadtklima. Die Begrünung verringert die Temperaturen auf dem Dach und beugt einer Überhitzung der Stadt vor. Zudem kann es Wasser aufnehmen und entlastet somit bei starken Regenfällen die Abwassersysteme der Stadt. Deshalb schreiben immer mehr Kommunen die Dachbegrünung im Bebauungsplan vor,13 aber auch Förderungen sind möglich.14

Erfahren Sie in unserem Ratgeber mehr über die vielen Vorteile der Dachbegrünung.

Ökologische Dacheindeckung: Dachdecker finden mit MeinDach

Wenn Sie bei Ihrem neuen Dach auf Nachhaltigkeit achten wollen, hilft Ihnen ein Dachdecker oder Zimmerer bei der Planung. Wir helfen Ihnen dabei, einen passenden Dachdecker in Ihrer Nähe zu finden. Sie erhalten ein kostenlose Dachberechnung für Ihren Neubau oder Ihre Dachsanierung.

Quellen:

1https://www.dach.de/eindeckung/zink/titanzink-umweltfreundlich-und-vielseitig-01835/

2https://www.dach.de/eindeckung/schiefer/umweltfreundlich-bauen-mit-schiefer-11291/

3https://www.baunetzwissen.de/schiefer/fachwissen/werkstoff-schiefer/oekobilanz-von-schiefer-164384

4https://www.braas.de/ueber-uns/unternehmen#Text-with-Image-CDFCEA694875403B9E984150F74DAF1E-0

5https://www.braas.de/bauen-sanieren/entscheidungshilfe-dachbaustoffe

6https://www.baustoffwissen.de/baustoffe/baustoffknowhow/grundstoffe-des-bauens/

7https://www.derdichtebau.de/hinweise-zur-oekologie-und-nachhaltigkeit-von-bitumen.1205.htm

8https://www.baunetzwissen.de/flachdach/fachwissen/kunststoffbahnen/recycling-von-kunstoffdachbahnen-780080

9https://www.noxite.de/unsere-loesung.html

10https://kunststoff-bahn.de/kunststoffbahnen/umwelt/

11https://www.dach.de/daemmung/daemmstoffe/

12https://www.baunetzwissen.de/flachdach/fachwissen/gruendaecher/allgemeines-zu-dachbegruenungen-155925

13https://www.baunetzwissen.de/flachdach/fachwissen/gruendaecher/allgemeines-zu-dachbegruenungen-155925

14https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/klimaschutz-reichlich-potenzial-fuer-gruene-daecher/150/3095/236247

ein Dach bereit, erneuert zu werden

Wann sollten Sie Ihr Dach erneuern?

Wann ist es nötig, das Dach zu erneuern und wann ist der beste Zeitpunkt für eine Dachsanierung? Vor dieser Frage steht früher oder später wohl jeder Hausbesitzer. Wir verraten Ihnen auf welche Anzeichen Sie in jedem Fall achten sollten, welche Jahreszeit sich am besten für eine Dachsanierung eignet und wann Sie einen Dachdecker beauftragen sollten.   

Wann ist eine Dachsanierung notwendig?

Wann genau ein Dach saniert oder gar erneuert werden muss, lässt sich pauschal nicht beantworten. Einen ersten Anhaltspunkt kann das Alter liefern. Hierbei spielt vor allem das Material der Eindeckung eine große Rolle. So hat ein Dach mit Dachziegeln aus Ton, z.B. den hochwertigen Dachziegeln von BMI Braas, im Schnitt eine Lebenserwartung von bis zu 80 Jahren. Spätestens dann sollten Sie einen Dachdecker oder Zimmerer beauftragen und Ihr Dach samt Dachstuhl genau unter die Lupe nehmen lassen. Je nach Bauweise und Belastung hält ein mit Betondachsteinen eingedecktes Dach etwa 40 Jahre. 

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie Ihr Dach in jedem Fall ersetzen, falls es Asbest enthält. Das gesundheitsschädliche Material ist nicht leicht zu erkennen. Lassen Sie sich deshalb bei einem Haus, das vor 1993 erbaut wurde von einem erfahrenen Dachdecker oder Zimmerer beraten. 

3 Anzeichen, dass es Zeit wird Ihr Dach zu erneuern

Neben dem Alter gibt es auch andere wichtige Faktoren, die Einfluss auf die Lebensdauer eines Daches haben. Achten Sie deshalb schon auf kleinere Anzeichen und lassen Sie diese bei Unsicherheit von einem Dachdecker in Ihrer Nähe überprüfen. Spätestens wenn Ihr Dach seine Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllt und eine Gefahr für die Bewohner und andere darstellt, ist der Zeitpunkt für eine Dachsanierung gekommen. 

Schutz vor Witterung 

Die wichtigste Aufgabe eines Daches ist es, Sie und Ihr gesamtes Haus vor der Witterung zu schützen. Unabdingbar hierfür ist eine stabile Dacheindeckung. Entscheiden Sie sich für eine hochwertige Dacheindeckung, z.B. mit den Dachsteinen oder Dachziegeln von BMI Braas und lassen Sie diese regelmäßig von einem Dachdecker oder Zimmerer überprüfen. So können Sie bei Mängeln handeln, bevor es zu spät ist. Lockere oder bereits verrutschte Dachziegel können bei einem Gewitter zu einer bedrohlichen Gefahr werden. Ignorieren Sie solche Warnzeichen nicht, um eine Dachsanierung hinauszuzögern. Zudem muss Sie Ihr Dach auch bei größeren Schneemassen vor Dachlawinen optimal schützen und ein Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Gerade vor dem Winter sollten Sie deshalb einen Dachdecker oder Zimmerer beauftragen und prüfen lassen, ob Ihr  Dach winterfest ist. 

Hohe Heizkosten

Hohe Heizkosten und trotzdem ist es unangenehm kalt im Winter? Ihr Haus speichert die erzeugte Wärme nicht. Sehr häufig liegt dies an einer mangelhaften Wärmedämmung des Daches. Mit einer erneuerten Dachdämmung können Sie Energiekosten sparen und reduzieren den Wärmeverlust um bis zu 75 Prozent. Welche die beste Dachdämmung ist, erklären wir Ihnen in unserem Ratgeberartikel. 

Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion 

Spätestens wenn Ihnen bei der Inspektion Ihres Dachbodens feuchte oder morsche Stellen an der Dachkonstruktion auffallen, sollten Sie zügig handeln und einen Dachdecker oder Zimmerer für eine Begehung kontaktieren. Durch undichte Stellen dringt leicht Feuchtigkeit in den Dachstuhl und lässt diesen marode werden. Ohne eine Dachsanierung kann die Stabilität nicht mehr gewährleistet werden. Durch Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion kann es auch zu gefährlichem Schimmelbefall kommen.

Der richtige Zeitpunkt für eine Dachsanierung 

Die Jahreszeit ist ein wichtiger Faktor für eine Dachsanierung. Neben wechselnder Witterungsverhältnisse ändert sich auch die Verfügbarkeit der Dachdecker und dadurch oft auch die Kosten. So müssen Sie im Frühling und Herbst eventuell mit höheren Kosten für eine Dachsanierung rechnen als im Sommer oder Winter. Wann ist es also empfehlenswert einen Dachdecker oder Zimmerer zu beauftragen und das Dach zu erneuern?

Dachsanierung im Frühling

Grundsätzlich ist der Frühling der beste Zeitpunkt für eine Dachsanierung oder eine komplette Dacherneuerung. Durch die milden Temperaturen fallen die Arbeiten leichter und Sie müssen mit weniger Verzögerungen aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse rechnen. 

Den bekannten „Frühjahrsputz“ empfehlen wir auch für das Dach. Denn gerade nach den oft stürmischen Herbst- und Wintermonaten ist es für Hausbesitzer ratsam einen Check-up vom Dachdecker oder Zimmerer machen zu lassen. Da auch die im Winter entstandenen Schäden bzw. die Projekte, für die es im Winter zu kalt war, im Frühling erledigt werden, sind die Dachdecker zu dieser Zeit stark ausgelastet. 

Dachsanierung im Sommer

Gerade der Frühsommer ist eine kluge Zeit, um Ihr Dach zu erneuern. Die Temperaturen sind noch angenehm und bis auf einzelne Sommergewitter muss nicht mit viel Niederschlag gerechnet werden, der die Arbeiten am Dach behindert. Da viele Hausbesitzer im Urlaub sind, ist auch die Auftragslage der Dachdecker deutlich entspannter als im Frühling. Das zeigt sich mitunter auch an den Preisen. Sie sollten jedoch beachten: Steigt das Thermometer im Hochsommer an, wird auch die Anstrengung für die Arbeiter höher. Es kann zu Verzögerungen kommen. Einige Dachdeckerbetriebe sind in dieser Zeit auch im Urlaub. 

Dachsanierung im Herbst

Die etwas abgekühlten Temperaturen im Herbst eignen sich perfekt für eine Dachsanierung oder eine Dacherneuerung. Jedoch können Ihnen Gewitter, Sturm und Frost einen Strich durch die Rechnung machen und die Arbeiten auf dem Dach erschweren bzw. verzögern. Da viele Hausbesitzer Ihr Dach wind- und wetterfest wissen wollen, ist auch die Auftragslage für Dachdecker im Herbst deutlich angespannter als noch im Sommer. Rechnen Sie aufgrund der hohen Nachfrage mit einer erschwerten Terminplanung und planen Sie frühzeitig. 

Dachsanierung im Winter 

Der mit Kälteperioden durchzogene Winter bietet keine optimalen Voraussetzungen für eine Dachsanierung bzw. eine Dacherneuerung. Bei Regen, Sturm oder sogar Schnee kann sich das Vorhaben deutlich in die Länge ziehen. Denn das nasskalte Wetter macht das Arbeiten auf dem Dach nicht nur gefährlich und unangenehm, sondern kann auch die nötigen Materialien beschädigen. Dennoch werden in Deutschland auch Dachsanierungen im Winter angeboten. Bei mildem Wetter kann sich eine gute Gelegenheit ergeben, die in dieser Jahreszeit nicht ganz so ausgelasteten Dachdecker oder Zimmerer in Anspruch zu nehmen. 

Dachsanierung ganz einfach mit MeinDach 

Oft sieht man die Schäden auf und unterm Dach erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Neben den genannten Anhaltspunkten gibt es auch weniger auffällige Indizien, die auf mögliche Schäden in der Dachkonstruktion hinweisen. Die MeinDach Partner besitzen das nötige Know-how, um bereits kleinere Schäden und Funktionsbeeinträchtigungen bei einer Begehung zu bemerken. Eine Dachsanierung bzw. eine Dacherneuerung sollten Sie in jedem Fall von einem qualifizierten Dachdecker oder Zimmerer durchführen lassen. Für einen reibungslosen Ablauf Ihrer Dachsanierung haben wir Ihnen eine 10-Punkte-Checkliste zusammengestellt. 

Egal zu welcher Jahreszeit, auf uns können Sie sich verlassen: Wir finden für Sie den richtigen Meisterbetrieb mit freien Kapazitäten in Ihrer Nähe.  

Dachdecker arbeiten mit Dachmaterialien auf einem großen Dach

Wie wähle ich das richtige Dachmaterial aus?

Sie planen eine Dachsanierung oder bauen ein neues Haus und wissen noch nicht, für welche Dacheindeckung Sie sich entscheiden sollen? Wenn Sie das Dachmaterial auswählen, spielen Faktoren wie Dachform, Wetterverhältnisse, örtliche Bestimmungen und nicht zuletzt Ihr Budget eine wichtige Rolle. 

 

Der folgende Artikel gibt einen Überblick, um Ihnen die Entscheidung für die richtige Eindeckung so leicht wie möglich zu machen. 

 

Bauliche Anforderungen an die Dacheindeckung

 

Es gibt verschiedene Anforderungen an die Dacheindeckung, die die Auswahl der Materialien beeinflussen, beziehungsweise einschränken. Dazu zählen als bauliche Voraussetzungen die Dachform und die Dachneigung. Für ein Flachdach eignen sich nicht die gleichen Materialien wie für ein Steildach – und umgekehrt. 

 

Eine Rolle spielt auch der Zustand der Dachkonstruktion. Ist der Dachstuhl bereits in die Jahre gekommen oder die Dachsparren sind vergleichsweise dünn, sollte man sich für eine Dacheindeckung mit einem geringeren Gewicht entscheiden. Ihr Dachdecker kann sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen und Sie entsprechend beraten. 

Die Dachneigung bestimmt, welches Dachmaterial geeignet ist

 

Die Dachneigung, bis zu der sich eine Dachdeckung in der Regel als regensicher erwiesen hat, wird als Regeldachneigung bezeichnet. Sie wird dem „Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks” entnommen. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht. 

 

Dacheindeckung Regeldachneigung
Bitumenschindeln 15° bis 25°
Dachpfannen aus Ton oder Beton ab 22°
Faserzementplatten Wellplatten ab 7°

Dachplatten ab 25°

Photovoltaik- und Solarmodule ab 30°
Schiefer ab 22°/25°
Metall (Stahlblech/Titanzink/Aluminium/Kupfer) 3° bis 35°

 

Quelle: blog.rathscheck.de 

Die Lebensdauer von Dachbaustoffen im Überblick

 

Wer nachhaltig sanieren möchte, sollte über die Lebensdauer der verwendeten Dachbaustoffe Bescheid wissen. So lässt sich abschätzen, wie lange das Dach hält und wann Reparaturen oder Erneuerungen zu erwarten sind. Bei der Auswahl der Eindeckung werden im Idealfall auch die Kosten für Wartung und Pflege berücksichtigt. 

 

Ein Dachbaustoff sollte nie einzeln, sondern immer im Kontext des gesamten Gebäudes betrachtet werden, was vor allem für die Lebensdauer gilt. Entscheiden Sie sich im Rahmen einer Sanierung für Baustoffe mit ähnlichen Lebenszyklen. So wird gewährleistet, dass weniger Aufwand entsteht, weil Baustoffe vor Ablauf ihrer eigentlichen Lebensdauer ausgetauscht werden müssen. 

 

Die Lebensdauer von Dachbaustoffen hängt auch von der Qualität der Materialien ab und kann vor allem von der Intensität des Gebrauchs und geographischen Faktoren – durch starke Witterung – verkürzt werden. 

 

Dachbaustoff Lebensdauer
Dachsteine 30 bis 60 Jahre
Dachziegel 60 bis 80 Jahre
Bitumen (Schindeln oder Bahnen) 25 bis 35 Jahre
Kunststoff 30 Jahre
Metall (Stahlblech/Titanzink/Aluminium/Kupfer) 75 bis 100 Jahre
Schiefer 90 bis 100 Jahre
Schilf (Reet)  20 bis 40 Jahre
Faserzementplatten  40 bis 60 Jahre

Dachmaterial: Kosten für eine neue Dacheindeckung

Es lohnt sich bei der Auswahl des Bedachungsmaterials die verschiedenen Preise unter die Lupe zu nehmen und zu vergleichen. Die Kosten für eine neue Dacheindeckung sind abhängig vom Material, für das Sie sich entscheiden und hier gibt es große Unterschiede. 

Kalkulieren Sie außerdem nicht nur den Quadratmeterpreis des Materials mit ein, sondern auch seine Lebensdauer und zu erwartende Wartungskosten. Ein neues Dach mit Dachsteinen aus Beton ist beispielsweise günstiger als eine Eindeckung mit Schiefer, das teurer und auch aufwändiger zu verlegen ist. Dachsteine haben aber eine geringere Lebensdauer. Hier muss man für sich eine individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen.  

 

Im Schnitt kann man sagen, dass sich die Kosten für eine neue Dacheindeckung abhängig vom gewählten Material auf etwa 200 – 250 € netto pro Quadratmeter belaufen.

 

Lesen Sie in unserem Ratgeber alles über die Kosten für ein neues Dach: „Was kostet ein neues Dach?”

 


Über die Farbe der Dachziegel entscheidet der Bebauungsplan

 

Moderne Dachziegel und Dachsteine gibt es in einer zunehmenden Farbenvielfalt und immer mehr Bauherren wünschen sich einen individuellen Look für ihr Dach, der von den üblichen rot-bräunlichen Farbtönen abweicht. 

 

Allerdings setzen örtliche Bebauungspläne nicht selten den individuellen Wünschen der Bauherren Grenzen. Die Bebauungspläne der Kommunen schreiben die zulässige Dachform und das Material für die Dacheindeckung vor. 

 

Manche gehen so weit, dass sie sogar die Farbe der Dacheindeckung vorschreiben. Bevor Sie sich also grüne oder blaue Dachpfannen aussuchen, fragen Sie besser beim örtlichen Bauamt nach, was erlaubt ist. 

 


Dachmaterial: Die Möglichkeiten im Überblick

Dachziegel aus Ton: 

 

Traditionelle Dachziegel zählen zu den ältesten Arten der Dacheindeckung. Das Naturmaterial Ton hat eine poröse, aber stabile Struktur und ein geringes Gewicht. Ton ist atmungsaktiv und nimmt durch seine Poren Feuchtigkeit auf und gibt sie schnell wieder ab. Dachziegel aus Ton gibt es vielfältigen Formen und Farben und sie lassen sich leicht verlegen.

 

Dachsteine aus Beton: 

 

Dachsteine, die aus Beton gefertigt werden, sind extrem belastbar und haben eine lange Lebensdauer. Dachsteine sind zwar etwas schwerer als Dachziegel, sind dafür aber bruchsicherer und frostbeständiger als Ziegel aus gebranntem Ton. Sie sind häufig auch preisgünstiger und lassen sich leichter und zeitsparender verlegen. 

Metalldach

 

Für Metalldächer werden am häufigsten Stahlblech, Titanzink, Aluminium und Kupfer verwendet. Da Metall sehr leicht ist, eignet es sich ideal für die Sanierung von alten Dächern, damit man den Dachstuhl nicht komplett erneuern muss. Mit Metallplatten in der Optik von Dachpfannen lassen sich größere Flächen in einem Schwung zeitsparend und preisgünstig abdecken.

Schieferdach

 

Der Naturstein Schiefer hat den großen Vorteil, dass er besonders langlebig ist und über 100 Jahre halten kann. Dank seinem hohen Gewicht überzeugt ein Schieferdach durch seine Schutzfunktion bei Wind und Wetter. Selbst ein Sturm kann einem Schieferdach in der Regel wenig anhaben. Weil das Material vergleichsweise teuer und aufwändiger zu verlegen ist, muss man für ein Schieferdach etwas tiefer in die Tasche greifen. 

Bitumen

 

Für Flachdächer ist die Eindeckung mit Bitumen, die sogenannte Dachpappe oder auch Teerpappe, beliebt. Das Material ist leicht, elastisch und einfach zu verlegen. Bitumen kann in Form von Bahnen mehrlagig verlegt werden, die verschweißt werden. Populärer werden im Bereich Steildach auch Bitumenschindeln, die mit ihrem geringen Gewicht eine leichte Alternative zu Dachziegeln oder Dachsteinen sind.

Kunststoff

 

Kunststoffbahnen werden auf deutschen Flachdächern seltener eingesetzt als Bitumen, bieten aber diverse Vorteile. So werden Kunststoffbahnen aus Gewichts- und Kostengründen häufig nur einlagig und lose verlegt, was sie ideal für leichte Dächer im Gewerbebau macht. Kunststoff ist sehr beständig gegen Hitze, Kälte und UV-Licht. 

Reet

 

Wer häufiger an der Nord- und Ostseeküste unterwegs ist, kennt die schicken Reetdächer, die mit Schilfrohr eingedeckt sind. Ein mit Reet gedecktes Haus zeugt von einer jahrhundertealten Baukunst und damit auch von Tradition. Reet hat eine gute Wärmedämmung, ist aber pflegebedürftig und muss regelmäßig erneuert werden. Wegen seiner leichten Entflammbarkeit gelten besondere Brandschutzauflagen. 

Faserzementplatten

 

Faserzementplatten werden als Dacheindeckung in ähnlicher Weise wie Schiefer verlegt, sind aber kostengünstiger und leichter als der Naturstein. Mit ihrem geringen Gewicht eignen sich Faserzementplatten, die heute kein Asbest mehr enthalten und gesundheitlich unbedenklich sind, gut für Sanierungen alter Dächer und die großen Formate sind besonders wirtschaftlich, weil sie schnell verlegt sind.

Dachmaterial auswählen: Der Dachdecker empfiehlt die passenden Produkte

 

Die Entscheidung für die richtige Dacheindeckung kann Bauherren überfordern. Vor allem, wenn besondere bauliche Anforderungen und örtliche Bestimmungen berücksichtigt werden müssen. 

 

Eine Beratung von einem Dachdecker vor Ort ist der sicherste Weg zu Ihrem neuen Wunschdach. Er berät Sie hinsichtlich der statischen Gegebenheiten und welche Möglichkeiten Ihnen für die Eindeckung zur Verfügung stehen. 

 

Die rund 2.000 MeinDach Partnerbetriebe sind erfahrene Experten in Sachen Dacheindeckung und haben bundesweit bereits hunderte erfolgreiche Dachsanierungen durchgeführt.

 

Wie wähle ich das richtige Dachmaterial aus?

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