Mit der Auswahl der richtigen Dachdämmung können Sie Energie einsparen und so Ihre Kosten senken. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Arten der Dachdämmung vor und verraten Ihnen, wie Sie finanzielle Förderung für Ihre neue Dachdämmung erhalten.  

 

Mit der richtigen Dachdämmung den Energieverbrauch senken und Kosten sparen

 

Haben Sie gewusst, dass Ihr Haus bis zu 30 Prozent der wertvollen Wärme über das Dach verliert?1  Eine schlechte Dachdämmung kann Sie als Hausbesitzer somit viel Geld kosten. Gerade bei älteren Gebäuden wird der Unterschied besonders deutlich: Im Vergleich zu einem Neubau mit moderner Wärmedämmung im Dach verbrauchen Sie im Altbau bis zum Fünffachen der Heizenergie.2

Durch den Einbau einer Dachdämmung reduzieren Sie den Wärmeverlust um bis zu 75 Prozent und sparen zukünftig deutlich bei den Heizkosten.3 Eine echte Chance für Sie – insbesondere, weil sich die Sanierungsmaßnahme je nach Dämmverfahren schon nach wenigen Jahren rentiert.4

Einen weiteren Grund für eine neue Dachdämmung liefert die Klimapolitik der Bundesregierung. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) bestimmt sie, dass Häuser, die nach dem 1. Februar 2002 den Besitzer wechselten, nachgerüstet werden müssen, um die Vorgaben zu erfüllen. Außerdem verpflichtet der Gesetzgeber immer dann zu energetischen Maßnahmen, wenn mehr als 10 % eines Bauteils– zum Beispiel des Daches – erneuert werden. Wer sich den Regeln zur Dachisolierung widersetzt, dem drohen empfindliche Strafen.5

Anlass für den Einbau einer neuen Dachdämmung gibt auch die Erneuerung der Eindeckung. Zwar sind gerade Dachziegel und Dachsteine sehr haltbare Bestandteile, doch nach einigen Jahrzehnten müssen auch die besten Dachpfannen ersetzt werden. Wenn die Eindeckung entfernt wird, sollten Sie die gute Gelegenheit nutzen, auch über eine verbesserte Wärmedämmung nachzudenken.

 

Welche Dachdämmung ist die beste?

Wenn Sie Ihr Dach dämmen möchten, haben Sie grundsätzlich die Auswahl zwischen drei Arten der Dachdämmung6:

  • Aufsparrendämmung
  • Zwischensparrendämmung
  • Untersparrendämmung

Um die Bezeichnung der Dämmungsarten zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den Aufbau des Daches (siehe Abbildung). Die sogenannten Sparren sind die Träger des Daches, die zwischen Traufe und First verlaufen. Die Dachdämmung wird entweder oberhalb, zwischen oder unterhalb dieser Balken angebracht. Die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Dachdämmungen stellen wir Ihnen im Folgenden vor.7

 

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Aufsparrendämmung: die beste Dachdämmung gegen Wärmeverlust

 

Mit Blick auf den Wärmeverlust des Hauses stellt die Aufsparrendämmung die beste Dämmung dar. Bereits heute erfüllt sie zukünftige Energieeinsparverordnungen (EnEV).9

Bei der Aufsparrendämmung wird die Dachisolierung – häufig Platten aus Steinwolle – oberhalb der Holzkonstruktion des Daches zwischen den Sparren und der Eindeckung angebracht. So ergibt sich eine geschlossene Dämmschicht. Der große Vorteil dieser Dämmung: Durch die lückenlose Dämmfläche entstehen keine Wärmebrücken, also Schwachstellen in der Dämmung des Daches.10

Viele Bauherren entscheiden sich aber auch aus ästhetischen Gründen für diese Variante der Dachdämmung. Dadurch, dass die Aufsparrendämmung oberhalb der Dachkonstruktion liegt, sind die Balken in den Räumen sichtbar. Die Holzoptik trägt zu einer angenehmeren Atmosphäre bei.11

Doch die Aufsparrendämmung hat auch Nachteile. Denn im Gegensatz zu Zwischen- und Untersparrendämmung kommt das Dämmverfahren nur in Frage, wenn die Eindeckung entfernt wird – also im Rahmen des Neubaus oder einer Dachsanierung.12

Außerdem können für diese Dachdämmung bürokratische Hürden zum Problem werden. Denn wenn sich durch die relativ dick aufgebrachte Aufsparrendämmung die Giebelhöhe ändert, muss die Maßnahme gegebenenfalls behördlich genehmigt werden.13

 

 

Zwischensparrendämmung: ideal für die nachträgliche Dachdämmung

Die Zwischensparrendämmung liefert zwar nicht so gute Ergebnisse wie die Aufsparrendämmung, bietet aber einen wichtigen Vorteil: Die Dämmung wird in den Zwischenräumen der Sparren angebracht und mit einer Dampfbremsfolie verklebt. Da der Dachdecker die Sparren auch von innen erreicht, kann die Wärmedämmung auch ohne Entfernung der Eindeckung angewendet werden.15, 16

Im Vergleich zur Aufsparrendämmung hat die Dachdämmung zwischen den Sparren allerdings auch einen großen Nachteil: Die Holzsparren selbst bleiben ungedämmt. An diesen Schwachstellen können Wärmebrücken entstehen. Dies kann dazu führen, dass Bauherren mit dem Dämmverfahren nicht die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erreichen.17

Für die Zwischensparrendämmung beträgt der geforderte Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der EnEV höchstens 0,24 W/(m2K). Der U-Wert gibt die Effizienz eines Bauteils an. Er beschreibt den Energieverlust bei einer gegebenen Temperaturdifferenz zwischen außen und innen. Je niedriger dieser Wert, desto besser. Um die Vorgabe mit einer Wärmedämmung zu erfüllen, wird eine Dämmschicht von mindestens 20 Zentimetern benötigt.18

 

Untersparrendämmung: die beste Lösung für eine zusätzliche Wärmedämmung

Auch die Untersparrendämmung wird von innen angebracht und eignet sich damit für eine nachträgliche Dämmung des Daches. Im Gegensatz zu den vorher genannten Dämmverfahren dient die Methode jedoch vor allem als zusätzliche Wärmedämmung. Gerade wenn lediglich zwischen den Sparren isoliert wird, kann die Untersparrendämmung als Ergänzung für bessere Ergebnisse sorgen. Der Grund: Die zusätzliche Dachisolierung ist ein wirkungsvolles Mittel, um Wärmebrücken zu beseitigen und damit die Energieeffizienz deutlich zu steigern. Dazu wird meist nur eine vergleichsweise dünne Dämmschicht aufgebracht.19

Nachteil der Untersparrendämmung ist, dass der Wohnraum durch die Dachdämmung kleiner wird. In den meisten Fällen gehen durch die zusätzliche Dämmung des Daches allerdings nur wenige Quadratmeter verloren.20

 

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Was wird die neue Dachdämmung kosten?

 

Die Entscheidung für die Erneuerung der Dachdämmung hängt nicht zuletzt von den Kosten ab. Grundsätzlich ist eine Dachisolierung von innen günstiger als von außen. Dies hängt einerseits mit dem Material zusammen, andererseits damit, dass bei der Dämmung von außen auch die Eindeckung erneuert werden muss.21

Die Investition in die Dachdämmung darf aber nicht allein mit Blick auf die kurzfristigen Kosten betrachtet werden. Vielmehr sollten Sie als Bauherr die Kosten der Dachdämmung in Relation zu den Heizkosten setzen – und das langfristig. Denn je besser die Dämmung des Daches, desto geringer sind Ihre langfristigen Energiekosten und desto schneller amortisiert sich die Investition.22

Wie schnell sich die neue Dachdämmung rechnet, hängt außerdem von der Entwicklung der Energiekosten ab. Und diese sind in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gestiegen. Setzt sich dieser Trend entsprechend fort, wird sich eine neue Wärmedämmung noch zügiger rentieren.23

 

Staatliche Förderung für Ihre Maßnahmen zur Dachdämmung

Mit finanzieller Förderung vom Staat lohnt sich die Investition in eine neue Dachdämmung erst recht. Im besten Fall können Sie für Maßnahmen, welche die Energieeffizienz verbessern, mehrere Tausend Euro erwarten. Zuständig für die Unterstützung ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).24 Bei ihr können Sie eine Förderung für die Dachisolierung in folgenden Ausführungen beantragen:

  • Finanzieller Zuschuss (Programm KfW-430)25
  • Übernahme von 10 % der Kosten für die Einzelmaßnahme bis höchstens 5.000 €
  • Günstiger Kredit (Programm KfW-151/152)26
  • Sanierungsdarlehen bis 50.000 € mit 0,75 Zinsen und bis zu 27.500 € Tilgungszuschuss

Bedingung dafür ist, dass die neue Wärmedämmung einen U-Wert von 0,14W/m²K erreicht. Außerdem müssen Sie den Antrag auf Förderung gemeinsam mit einem geprüften Energieberater vor Beginn der Baumaßnahmen einreichen. Nur wenn diese Anforderungen erfüllt sind, können Sie eine Unterstützung für Ihre Dachdämmung erwarten.27, 28

 

 

Mit MeinDach zur neuen Dachdämmung für Ihr Zuhause

Sie sind sich nicht sicher, welche Art der Dachdämmung sich für Ihr Haus am besten eignet? Treffen Sie die richtige langfristige Entscheidung für Ihr Zuhause und lassen Sie sich von einem zertifizierten Dachdeckermeister vor Ort beraten.

 

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1, 8,  14, 17 https://www.braas.de/bauen-sanieren/dachdaemmung

2, 3, 9, 10 https://www.braas.de/produkte/dämmung

4 https://www.energieheld.de/dach/kosten/dachsanierung

5 http://www.energie-fachberater.de/expertenrat/expertenrat-daemmpflicht-sanierung-fassade-1422280378.php

6, 11, 13 http://www.dach.de/daemmung/daemmarten/daemmarten-welche-daemmvariante-ist-die-beste-01290/

7 https://de.wikipedia.org/wiki/Sparren

12, 21, 22, 24 https://www.energieheld.de/dach/kosten/kosten-dachdaemmung

15 https://www.hausbauen24.eu/dach-daemmen-zwischensparrendaemmung-dampfbremse-selber-machen/

16https://www.obi.de/ratgeber/bauen/haus-und-dachbau/dach-daemmen-in-8-schritten/

18 http://www.energie-fachberater.de/daemmung/dachdaemmung/zwischensparrendaemmung/

19, 20 https://www.energieheld.de/dach/dachdaemmung/untersparrendaemmung

23 https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Preise/Energiepreise/EnergiepreisentwicklungPDF_5619001.pdf?__blob=publicationFile

25 https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Förderprogramme-(Inlandsförderung)/PDF-Dokumente/6000003801_M_430_Zuschuss.pdf

26 https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Kredit-(151-152)/

27 https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Förderprogramme-(Inlandsförderung)/PDF-Dokumente/6000003612_M_151_152_430_Anlage_TMA_2018_04.pdf

28 https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Förderprogramme-(Inlandsförderung)/PDF-Dokumente/6000003612_M_151_152_430_Anlage-TMA.pdf